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Lokalsport
Zurück in die Fußball-Oberliga - aber nicht mit der Brechtange

Kreis. Mit der neuen Ligazugehörigkeit hat sich Wolfgang Graf, der Vizepräsident des VfB Homberg, immer noch nicht angefreundet. "Ehrlich gesagt, kann ich es bis heute nicht glauben, dass wir aus der Fußball-Oberliga abgestiegen sind." Nach der Einteilung in die Landesliga, Gruppe 2, ist bei den Hombergern, die wie der SV Sonsbeck am Dienstag unter Neu-Trainer Stefan Janßen in die Vorbereitung gestartet sind, so etwas wie leichte Aufbruchstimmung erkennbar.

Graf: "Mit Speldorf, Straelen, Wesel-Lackhausen und Sonsbeck treffen wir auf alte Bekannte. Dazu gibt es die Stadtduelle mit dem FSV Duisburg und dem Duisburger SV 1900. Ich denke schon, dass es eine interessante Spielklasse ist, in der wir uns auf keinen Fall verstecken müssen." Mit vollmundigen Ankündigungen halten sich die Linksrheinischen aus dem Fußballkreis Moers zurück. Der VfB hat eine Zwei-Jahres-Strategie entwickelt, um sich in der Oberliga zurückzumelden. "Mit der Brechstange", warnt Graf, "können wir an die Sache nicht herangehen. Wir bilden nach dem Abstieg eine neue Mannschaft und haben einen neuen Coach. Man bildet kein Team, in dem man eine vierwöchige Vorbereitung durchläuft. So etwas kann bis zum Herbst oder Winter dauern, bis alles greift." Deswegen wird der neue Kader auch nicht vom ersten Tag an unter Starkstrom gesetzt. "Wir geben den Jungs ein Stück weit Zeit", sagt der Fußball-Abteilungsleiter, "aber ich sage auch ganz klar, dass es nicht unser Anspruch ist, perspektivisch in der Landesliga zu bleiben."

Mit den Ratingern Dennis Wibbe (22/Mittelfeld) und Julian Dusy (23/Abwehr) sowie dem aus Baumberg geholten Marcel Kalski (24/Angriff) hat sich der VfB durchaus Qualität aus der Oberliga geangelt. Sergen Sezen (20/linkes Mittelfeld) hat bei Rot-Weiß Oberhausens U 23 ebenfalls Fünftliga-Erfahrung gesammelt. Gleiches gilt für Joel Schoof (24/Innenverteidigung), dessen Verpflichtung vom TV Jahn Hiesfeld nun endgültig perfekt ist. Keeper Phillip Gutkowski (20/zuletzt Hönnepel-Niedermörmter) und Murat Kara (21/Sterkrade-Nord) sind Rückkehrer mit Stallgeruch. Das Duo hat früher schon beim VfB gespielt. Graf: "Uns kommt es aber auch darauf an, wieder mehr Homberger Jungs im Kader zu haben." Dieses Kriterium erfüllen Timo Friede und Stefan Schindler, die aus der VfB-Reserve nach oben rücken. Was der Homberger "Vize" bereits in den Gesprächen mit den neuen Akteuren festgestellt hat: "Die Leute, die wir geholt haben, sind alle heiß, für Homberg zu spielen." Ins Training startete der Oberliga-Absteiger mit einem 20er-Kader. "Wir schauen uns noch nach einem rechten Verteidiger und einem Achter für das Mittelfeld um", so Graf. Verbliebene Haudegen wie Sunay Acar, Almir Sogolj oder Thomas Schlieter wollen in der kommenden Spielzeit dazu beitragen, den VfB-Kahn wieder auf Kurs zu bringen.

Quelle: RP
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