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Xanten
Stadt prüft den innerstädtischen Reisebusverkehr

Xanten. Busfahrer müssen Nerven wie Drahtseile haben, wenn sie ihre oft überlangen Fahrzeuge durch die engen Straßen der Altstadt kutschieren, möglicherweise gar den Alten Markt mit seiner Enge ansteuern, um dort die Touristen aussteigen zu lassen. Anderen geht das gehörig auf die Nerven. Wie Mathilde van Wesel. "Ich stelle seit geraumer Zeit fest, dass regelmäßig Busverkehr über die Rheinstraße und auch innerstädtisch zum Beispiel am Alten Markt, am Rathaus, erfolgt", klagt sie in einem Schreiben an den Ausschuss für Bürgerbeteiligung und bezieht auch die Linienbusse mit ein: Nach eigener Zählung seien es 35 Busse am Tag, "nach Berichten von Touristen und Busfahrern auch auf Anweisung der Tourist Information Xanten". Von Peter Kummer

Das ist einfach zu viel, findet sie und schlägt vor, den Busverkehr von der Rheinstraße und vom Markt zu verbannen. Auch der Linienbus müsse nicht am Rathaus halten. "Diese Regelungen sind dann zu überprüfen."

Die Stadtverwaltung schlug dem Ausschuss hingegen vor, die Situation beizubehalten. Es seien nicht signifikant mehr Busse auf der Rheinstraße unterwegs. Eine Verlegung der Haltestelle am Rathaus komme nicht in Betracht, damit auch Menschen ohne eigenen Pkw regelmäßig die Innenstadterreichen könnten. Die Ausschussmitglieder wollten dem Bürgerantrag nicht sofort folgen. Hotels zum Beispiel seien darauf angewiesen, dass die Touristen möglichst nah am Haus aussteigen können, sagte zum Beispiel Pankraz Gasseling (CDU).

Zweifellos seien zu viele Busse in der Innenstadt unterwegs, räumte sein Fraktionskollege Tanko Scholten ein. Die SPD schlug vor, diesen Aspekt in dem künftigen Parkleit- und Verkehrskonzept, das die Stadtverwaltung derzeit erarbeitet, mit zu berücksichtigen. Am Ende sprach sich der Ausschuss aber mehrheitlich auf Vorschlag der FBI dafür aus, dass die Stadt nur die Verkehrssituation durch die Reisebusse prüft.

Einen Teilerfolg kann Mathilde van Wesel aber doch schon mal verbuchen. Ihre Klage, dass viele Busse auf dem Parkplatz des Archäologischen Parks den Motor laufen lassen, ruft das Ordnungsamt auf den Plan. Es will dort öfter kontrollieren und Verstöße gegen das Landesimmissionsgesetz gegebenenfalls mit Bußgeldern ahnden.

Quelle: RP
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