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Xanten
Stadtbuslinien SL 40 und SL 42 sollen erhalten bleiben

Xanten. In Gesprächen mit dem Nahverkehrsunternehmen NIAG hat die Stadt einige Brocken in dem Nahverkehrsplan aus dem Weg räumen können. Allerdings müssen die Ergebnisse noch in den Plan aufgenommen und so vom Kreistag am 13. Juli beraten werden.

Der künftige Fahrplanentwurf für die SL 40 und SL 42 sieht entgegen dem Planentwurf die Beibehaltung dieser beiden Stadtbuslinien vor. "Den Zielsetzungen der Belange des Berufs-, Pendler- und Schülerverkehres wird Rechnung getragen", heißt es in der Stellungnahme an den Kreistag. Aber ganz ohne Einschnitte geht es nicht, denn Angebot und Fahrgastnachfrage (und damit Einnahmen) lassen sich nicht in Einklang bringen: q Sogenannte Randfahrten (frühmorgens beziehungsweise abends) ohne oder mit einer nur geringen Nachfrage werden gestrichen. q Die Marktfahrten aus Obermörmter entfallen mangels Nachfrage. q Fahrten in die Randbereiche (vor allem nach Obermörmter) werden reduziert. q Schulfahrten werden angepasst und auf der SL 40 mangels Nachfrage nur noch in einem geringeren Takt gefahren.

"Auf der anderen Seite werden bei entsprechender Nachfrage TaxiBus- in Linienfahrten überführt. Konkurrenzen zu Taktfahrten wurden ausgenommen", erläutert die Stellungnahme weiter.

Für den Rückgang der Fahrgastzahlen - rund vier Prozent in acht Jahren - nennt die Stellungnahme mehrere Gründe. Auto und Rad spielen eine große Rolle, die gerade für Pendler interessanten guten Parkmöglichkeiten am Bahnhof ebenso.

Die im Nahverkehrsplan angeregte neue Stadtbuslinie nach Birten sei aus rechtlichen Gründen kurzfristig nicht lösbar, so die Stellungnahme weiter. Hier müsste zunächst mit dem Busunternehmen RVN, das das Krankenhaus bedient, eine Einigung erzielt werden. Zudem hatte die Niag schon vorab deutlich gemacht, dass eine solche neue Linie voraussichtlich entweder zu Mehrkosten führe oder zu Streichungen/Reduzierungen an anderer Stelle führen werde. "Die Maßnahme ist somit perspektivischer Art", erklärt die Stadt.

Mit ihrer vorbereiteten Stellungnahme rannte die Stadt bei den Mitgliedern des Hauptausschusses offene Türen ein. "Eine gute Sache", sagte zum Beispiel Pankraz Gasseling (CDU) den Vorschlag, SL 40 und 42 beizubehalten. Dass sie trotzdem nicht einstimmig verabschiedet wurde, lag an der kurzen Frist zur Stellungnahme, die der Kreis den Kommunen einräumte. Die letzten Anlagen mit Fahrplanentwürfen und künftigen Änderungen im Ortsverkehr erhielt die Stadt erst am 19. Juni. "Eine zeitliche Katastrophe", meinte zum Beispiel Olaf Finke (SPD), zu wenig Zeit, um sich in den Plan näher einzuarbeiten. Darum enthielten sich die Sozialdemokraten bei der Abstimmung.

Da der Nahverkehrsplan irgendwann erneut fortgeschrieben wird, schlug Peter Hilbig (FBI) vor, sich schon vorzeitig über den Nahverkehr Gedanken zu machen.

(pek)
 
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