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Xanten
Christin Topf ist das Gesicht der Wiesn in Wardt

Xanten: Christin Topf ist das Gesicht der Wiesn in Wardt
Christin Topf ist das Wiesn-Madl 2017. Die 21 Jahre junge Frau aus Kevelaer ist in den nächsten vier Wochen das Gesicht des Xantener Oktoberfestes. FOTO: arfi
Xanten. Drei Schläge - mehr hat Udo Bovenkerk, Vorsitzender des Verwaltungsrates Freizeitzentrum Xanten (FZX), nicht gebraucht, um das symbolische, erste Fass anzustechen. "O'zapft is", rief Bovenkerk gestern um kurz nach 15 Uhr in die Menge und hielt die erste Maß mit Löwenbräu-Original in die Höhe. Damit war das 19. Xantener Oktoberfest eröffnet.

Mit dabei: Christin Topf. Die 21 Jahre junge Frau aus Kevelaer ist das aktuelle Wiesn-Madl. Sie hat sich gegen unzählige Bewerberinnen durchgesetzt, weil - wie Wiesn-Wirt Wilfried Meyer erklärte - sie sich lautstark durchsetzen kann. In den nächsten vier Wochen ist Topf zwar vor allem das Gesicht des Xantener Oktoberfestes, ansonsten arbeitet sie aber in der Schill-Kaserne in Wesel. "Ich absolviere dort meinen 18-monatigen, freiwilligen Wehrdienst und hoffe, dass ich im nächsten Jahr ein berufsbegleitendes Studium bei der Bundeswehr beginnen kann", berichtete Topf. Doch jetzt freut sie sich erst einmal auf das Xantener Oktoberfest. Jedes Wochenende (Freitag, Samstag und Sonntag) und auch an den anderen Veranstaltungstagen wird sie vor Ort sein.

Vor Ort, also im neuen, etwas breiteren Festzelt waren gestern Nachmittag auch mehr als 150 Gäste der Lebenshilfe, wie Ole Engfeld, Assistent der Geschäftsführung und Freiwilligenkoordinator der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, verriet. Ein Gast davon war besonders aufgeregt. Werkstattrat Selyna Linnarz aus Xanten durfte mit der Oberbayern-Band, Wiesn-Wirt Wilfried Meyer und Bürgermeister Thomas Görtz ins Festzelt einziehen und dort auch die erste Rede halten. "Ich bin ganz schön nervös und weiß nicht, was alles auf mich zukommt. Aber ich grüße alle Leute, auch den Bürgermeister, Thomas Görtz, der kommt auch aus Xanten, der arbeitet dort. Auf die Plätze, fertig, los - das Fass kann beginnen", sagte Linnarz. Damit hatte sie alle Herzen erreicht oder wie Moderator Sebastian Falke es sagte: "Hier wird nicht über Integration geredet, hier wird sie gelebt." Applaus.

So wird seit vergangenem Jahr das Xantener Oktoberfest mit der sogenannten "Wiesn für alle" eröffnet. Das ist eine inklusive Veranstaltung, an der nicht nur Menschen der Lebenshilfe teilnehmen. Auch die KoKoBe - Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsangebote für Menschen mit geistiger Behinderung beteiligt sich daran. Neben weiteren Besuchern - vor allem aus Xanten - waren so rund 500 Gäste bei der Eröffnung des Xantener Oktoberfestes gestern Nachmittag zugegen.

Nicht ganz so viele, aber immerhin etwas mehr als 200 geladene Gäste waren am Abend zuvor zum Pre-Opening in der Almhütte erschienen. Wilfried Meyer hatte Freunde, Geschäftspartner und Sponsoren zu einer Einstimmung auf das Oktoberfest eingeladen. Neben dem Original-Oktoberfestbier und einem bayerischen Schmankerl gab es Führungen durch das Festzelt, und Zauberer Markus Gartzke zeigte - wie auch gestern Mittag - sein Können. Zudem präsentierte Bürgermeister Thomas Görtz die Xanten-Lederhose.

julia lörcks

Quelle: RP
 
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