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Unsere Woche
Stärkungspakt für die Feuerwehr

Xanten. 190 Einsatzkräfte retten, bergen, löschen und schützen in Xanten - und das alles freiwillig und meistens in ihrer Freizeit. Dafür kann man gar nicht oft genug Danke sagen.

Der Ordner ist dick, auch der Titel klingt sperrig: Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans. Doch was die Verwaltung den Xantener Ratsmitgliedern zum Studium in den Sommerferien mitgegeben hat, birgt Zündstoff. Reichlich Zündstoff.

Denn der Brandschutzbedarfsplan beinhaltet nicht nur eine komplette wie tiefgründige Gefahrenanalye für das Stadtgebiet Xanten. Er zeigt auch auf, wie viel Arbeit hinter der Freiwilligen Feuerwehr steckt. Stunden, Minuten, manchmal auch nur lebensrettende Sekunden, die die 190 ehrenamtlichen Einsatzkräfte für das Gemeinwohl leisten - und das zu großen Teilen in ihrer Freizeit. Dafür kann man gar nicht oft genug Danke sagen.

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille - die Einsätze, sagen wir einmal, der Außendienst. Die andere Seite ist der Innendienst - die Verwaltungsarbeit, die Gerätewartung, die vielen Schulungen und Seminare. Auch das muss gemacht werden - denn ohne diese Arbeit kann der Apparat "Freiwillige Feuerwehr" nicht funktionieren. Tobias Fuß, Leiter des Ordnungsamtes und selbst seit 16 Jahren aktiver Feuerwehrmann, sagt in dieser Sache zurecht: "Wir können ja schlecht sagen, wir kommen nicht, unser Fahrzeug ist defekt." Er macht allerdings auch noch auf etwas anderes aufmerksam: "Das Thema Feuerwehr findet bei vielen Menschen erst statt, wenn sie die Ehrenamtler selbst brauchen." Da schluckt man, aber es stimmt.

Das gilt es, zu ändern. Den Anfang könnten die Politiker machen, in dem sie der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes zustimmen. Aber auch die Bürger sind gefragt. Es werden immer Einsatzkräfte gesucht - denn genug Feuerwehrmänner und -frauen gibt es nicht.

JULIA.LOERCKS@RHEINISCHE-POST.DE

Quelle: RP
 
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