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Xanten
Strandbad-Pöbelei: Polizei wertet Videomaterial aus

Die Xantener Südsee aus der Luft
Die Xantener Südsee aus der Luft FOTO: Stoffel, Arnulf
Xanten. Nach den ersten Fahndungserfolgen der Polizei in Bezug auf die jungen Männer, die im Strandbad Xantener Südsee am vergangenen Mittwoch Badegäste bedroht und beleidigt hatten, stocken die Ermittlungen. Bei den drei Tatverdächtigen, die im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen, handelt es sich um junge Männer aus Essen. Sie sollen zwischen 20 und 25 Jahren alt sein und sind polizeilich bekannt (wir berichteten). Von Franziska Hein

Immer noch ist die Identität zweier Verdächtiger nicht ermittelt. Derzeit vernehmen die Ermittler Zeugen und werten Videomaterial aus. Das teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Duisburg gestern auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Insgesamt fünf junge Männer hatten Badegäste belästigt. Über das Verhalten der sechs Männer südländischen Aussehens, die alle allesamt Vollbärte sowie tiefschwarze Haare tragen, hatten sich die ersten Gäste gegen Mittag beschwert. Eine Ermahnung durch das Personal blieb ohne Folgen. Die Gruppe hatte sich dann zur Wasserski-Anlage begeben und das Personal aufs Übelste beschimpft. Die Männer wurden aus dem Bad verwiesen, kehrten aber zurück und belästigten dann im FKK-Bereich weitere Gäste. Sie mussten schließlich von der Polizei der Anlage verwiesen werden.

Erst einen Tag später wurde bekannt, dass die Männer auch im FKK-Bereich dortige Besucher mit Kraftausdrücken bedacht hatten. Die Männer sollen dabei auch "Allahu akbar" gerufen haben. Aufgrund dessen besteht ein Verdacht auf eine religiös motivierte Tat, so dass die Abteilung Staatsschutz der Polizei Duisburg die Ermittlungen übernommen hat.

Die drei bislang identifizierten Männer hätten die deutsche Staatsangehörigkeit und seien hier geboren, sagte die Polizeisprecherin. Sie hätten aber "einen arabischen beziehungsweise polnischen Migrationshintergrund".

Das FZX hat mittlerweile Anzeige erstattet, sagte Andreas Franken vom Freizeitzentrum. "Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen gibt das FZX keine weitere Stellungnahme ab. Wir haben alles Nötige getan, um die Ermittlungen zu unterstützen."

Der Fall hatte nach Bekanntwerden deutschlandweit für Aufsehen gesorgt, auch im Ausland rückte das Thema Xanten negativ in die Schlagzeilen.

Quelle: RP
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