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Xanten
Strenk kritisiert Bürgermeister erneut

Xanten. Die Ratsfrau sagt, die Aussagen zu den Personalkosten seien "irreführend".

Bürgermeister Thomas Görtz wollte, als er am Montag beim Pressegespräch der CDU übers Personal ("mehr Stellen, aber nicht mehr Kosten") sprach, eine gute Nachricht verkünden. Bei seiner Parteikollegin, Ratsfrau Petra Strenk, kam diese "frohe Kunde" allerdings gar nicht gut an: "Diese Aussage ist völlig irreführend, da Bürgermeister Görtz als ehemaliger Kämmerer und Beigeordneter mit 2014 ein Vergleichsjahr heranzieht, das mit außerordentlich hohen Pensionsrückstellungen belastet war." Sie hat noch einmal in den Jahresabschlüssen nachgeschaut und sagt: "Tatsächlich steigen die Personalkosten, sie sinken nicht. Die Aussage, es gäbe mehr Stellen in der Verwaltung, diese würden aber nicht mehr Kosten verursachen, kann so nicht nachvollzogen werden und ist sachlich nicht korrekt."

Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt Görtz, dass das Jahr 2014 bei den Personalkosten von einem Einmaleffekt belastet war. Und zwar mit einer Nachzahlung von mehr als 750.000 Euro für die Pensionsrückstellungen des ehemaligen Bürgermeisters Christian Strunk. Trotzdem bleibt er bei seiner Aussage: "Ich hatte die drei Jahre 2014, 2015 und 2016 genannt. Vergleicht man die Jahre 2015 und 2016, wo der Einmaleffekt keine Rolle mehr spielt, sinken die Personalkosten bei gleichzeitig steigender Stellenzahl. Die Werte ergeben sich aus einer Tabelle, die unsere Personalabteilung erstellt hat und allen Ratsmitgliedern vor dem CDU-Pressegespräch zur Verfügung gestellt wurde." Ferner ergänzt er: "Ich halte es für die Motivation meiner Mitarbeiter für höchst bedenklich, wenn ständig das Thema ,Personalkosten und Stellen' strapaziert wird. Hier arbeiten Menschen mit hohem Einsatz und Motivation für unsere Bürger."

(jul)
 
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