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Xanten
TIX - Gastgeberin für Besucher der Dom-Stadt

Xanten. Die Touristik Information sorgt dafür, dass der erste Eindruck stimmt. Sie kümmert sich um Führungen, Feste und Ferienwohnungen. Von Heidrun Jasper

Kein Nibelungenbad mehr, die Sommerfestspiele in der Arena des Archäologischen Parks eingestampft, Probleme mit Krähen in der Innenstadt, die Wallanlagen rund um die Stadt derzeit und noch bis Ende 2018 eine riesige Baustelle: Sabine van der List, Chefin der Touristik Information Xanten (TIX), und ihr Team haben es im Moment nicht leicht, Touristen in die einzige Stadt mit "X" zu holen. Denn das ist der Job der TIX: Xanten vermarkten, Anlaufstelle für Besucher sein, Stadt-, Dom- und APX-Führungen (10.000 bis 11.000 im Schnitt pro Jahr) und Hotelzimmer vermitteln, ihre eigenen sechs Ferienwohnungen anbieten, die sie im von der Stadt angemieteten Pesthäuschen, Westwall-Turm, Mitteltor und Klever Tor eingerichtet hat. "Erhalt historischer Gebäude durch ständiges Wohnen" nennt Sabine van der List das.

Insgesamt 16 Menschen arbeiten bei der TIX, "hauptsächlich Frauen", sagt die Chefin. Sechs in Vollzeit, ein paar Teilzeitkräfte, eine Auszubildende, die Leiterin des Siegfriedmuseums, Reinigungskräfte für die Ferienwohnungen - und zwei "Hausmeister", männlich, in Teilzeit und zuständig für kleinere Reparaturen, fürs Plakatieren vor Veranstaltungen usw. Und wenn der Kurpark Ende nächsten Jahres fertig ist, ist die TIX auch dafür zuständig. "Wir werden ihn dann auch ein bisschen bespielen", sagt Sabine van der List und denkt da weniger an Kurkonzerte ("wir sind ein Luftkurort, kein Bad. Und wir bräuchten dann einen überdachten Bereich, der ist in der Planung nicht vorgesehen") als vielmehr daran, Lesungen oder Vorträge zum Thema Gesundheit anzubieten. Immerhin ist im Kurpark (Westwall) auch ein Kneipp-Becken vorgesehen. Auch der Weberturm an der Ecke Hagenbuschstraße/Westwall, er ist in Besitz der Stadt, würde sich für kleinere Lesungen anbieten.

Sabine van der List denkt noch heute mit Wehmut an die Sommerfestspiele im Archäologischen Park. Genauer gesagt daran, dass es sie vor fünf Jahren zum letzten Mal gab und Xanten aufhörte, "Verona vom Niederrhein" zu sein. Denn die Festspiele, die Walter Schürmann 1982 installierte, haben 30 Jahre lang in den Monaten Juli und August ordentlich Besucher gezogen - und davon hat nicht nur der Veranstalter profitiert, sondern auch die Gastronomie. Die Sommermusik im Ostwallpark, die im Juli zum dritten und möglicherweise letzten Mal veranstaltet wurde, weil die Besucherzahlen laut Veranstalter zu schwach sind, ist keine wirkliche Alternative, findet die Chefin der Tourist Information Xanten.

Auch die Tatsache, dass ein Luftkurort zwar Ende 2018 einen Kurpark, aber keine Sauna vorhalten kann, bedauert Sabine van der List, die darauf setzt, dass das geplante Hotel vor den Stadttoren bald gebaut wird. Denn der Bauherr will dann auch einen großen Wellness-Bereich schaffen, der nicht nur für Hotelgäste zugänglich ist, sondern offen für alle. "Wenn das Hotel und der Kurpark fertig sind, dann sind wir ganz gut aufgestellt, haben noch ein zusätzliches Standbein zu den Magneten APX, Freizeit und Dom".

Sie sieht auch Bedarf an Wegweisern, die Besucher aus dem APX in die Stadt führen. In Erklärungsnot gerät sie allerdings, wenn sie Besuchern die Preispolitik der Gastronomie in Xanten erklären soll: "Warum ist hier alles so teuer" fragt sich auch die TIX-Chefin.

Touristen kommen übrigens vorwiegend aus dem Ruhrgebiet, Haupteinzugsgebiet ist weiter "die Schiene runter bis Köln". Und die rund 140.000 Übernachtungen im Jahr spülen mit der Kurtaxe demnächst auch Geld in die Kassen: 80 000 Euro kommen dadurch jährlich zusammen,.

Quelle: RP
 
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