| 00.00 Uhr

Wardter Wiesn
Tradition und Oktoberfest-Gaudi

Oktoberfest der Schützenvereine in Xanten
Oktoberfest der Schützenvereine in Xanten FOTO: Falk Janning
Xanten. Die Wardter Wiesn erlebte gestern ein fröhliches Oktoberfest der Schützen. Mehr als 5000 Besucher sorgten für ein volles Festzelt und ausgelassene Stimmung. 86 Schützenvereine und Bruderschaften waren dabei. Von Sabine Hannemann

"Griasst's eich, Leit" und "Herzlich willkommen in Wardt" hieß es gestern auf der Wardter Wiesn beim Schützenoktoberfest. Punkt 12 Uhr setzte sich der Umzug der Schützenvereine, Bruderschaften und Musikvereine in Bewegung und war für eine Augenweide. Schützensilber glänzte, die amtierenden Majestäten und ihre Gefolgschaft nahmen Kurs auf das Festzelt. Mitten unter den Schützen die feschen wie bunten Trachten als Dirndl- und Lederhosenparade. Sie schmückten zusätzlich den gut vier Kilometer langen Zug, der mittlerweile an das Neusser Schützenfest antippen kann.

An den Straßenrändern in Wardt standen die Menschen und beobachteten den Zug, der trotz niederrheinischem Nebel auch immer wieder etwas Neues zu bieten hatte. So beispielsweise tauchten aus dem nebeligen Nichts die Musikanten mit den Alphörner auf, die musikalische Kostproben folgte. Zum zweiten Mal führte ein original Festwagen mit vier Belgischen Kaltblütern, die schon beim Umzug zur Münchener Wiesn im Einsatz waren, den Umzug an.

Der Münchener Wolfgang Zengerle ist erneut mit seinen schweren Kaltblütern an den Niederrhein gekommen. "Das sind Brabanter, die bekannt sind für ihre Ruhe. Mit zwei Lkw sind wir an den Niederrhein gereist", erzählt Zengerle. Sein Sohn Marinus und Markus Schreiner lenken das geschmückte Gefährt der Münchener Traditionsbrauerei Löwenbräu. An der Spitze vom Tross Bürgermeister Thomas Geurtz und Wiesn-Wirt Wilfried Meyer. Grund zur Freude hatte der allemal, denn die Xantener können eben Oktoberfest. Die Wiesn bringt die Schützenvereine vom Niederrhein zusammen und hat mittlerweile auch das Ruhrgebiet erreicht, wie an den vorbeiziehenden Vereinen und ihren Fahnen zu erkennen war. Meyer: "86 Schützenvereine und Bruderschaften sind in diesem Jahr zu uns gekommen. Sieben mehr als im vergangenen Jahr. Das sind 2600 Schützenbrüder und -schwestern. Dazu kommen nochmals rund 500 Angehörige, die diesen Sonntag bei uns im Zelt erleben wollen."

Und weitere Wiesn-Fans saßen bereits an den Tischen im Festzelt. "Mehr geht nicht", verkündete der Wiesn-Wirt. Jeder Verein wie auch die Königspaare wurden beim Einzug namentlich begrüßt, so dass sich schnell eine gemütliche Atmosphäre einstellte. Überall war das große 'Hallo' zu hören. Die Schützen kennen sich meist untereinander, zumindest aber vom vergangenen Oktoberfest. Der Mix aus Tradition und Oktoberfestagudi zieht an. Während sich im Festzelt die Tische füllten, die "Musi" spielte, liefen am Schießstand die Vorbereitungen. Von den gemeldeten Vereinen treten jeweils drei Vertreter an, um den blau-weißen Vogel von der Stange zu holen. Schließlich sorgt die neue Ausgabe des Schützenoktoberfestes auch für einen neuen Schützenkönig. 2015 holte Frank Verholen von den Birtener Bürgerschützen den Vogel runter, wie auf dem Messingschildchen des Wanderpokals zu lesen. Die St. Willibrord-Schützenbruderschaft Wardt ist zusammen mit dem Wiesn-Veranstalter, dem Freizeitzentrum Xanten (FZX), der Ausrichter des Schießwettbewerbs.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wardter Wiesn: Tradition und Oktoberfest-Gaudi


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.