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Sonsbeck
Turm: Marode Schrauben bereiten Sorge

Sonsbeck: Turm: Marode Schrauben bereiten Sorge
Der Aussichtsturm in Sonsbeck ist momentan gesperrt. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Es war eigentlich nur eine Routineuntersuchung: Alle paar Jahre muss ein Sachverständiger den Aussichtsturm am Bögelschen Weg in der Sonsbecker Schweiz untersuchen. Die Holzkonstruktion mit seinen stählernen Verbindungsstücken hat inzwischen 31 Jahre auf dem Buckel und hat naturgemäß seine Macken. Diesmal wird es allerdings ernst. Von Heinz Kühnen

Bereits Anfang des Monats hat die Gemeinde den Turm nach der "Durchsicht" sperren müssen (die RP berichtete). Der Sachverständige hatte festgestellt, dass ein Teil der Verbindungsbolzen der Fachwerkverbände korrodiert ist und hier weitergehende Untersuchungen angestellt werden müssen.

Die dauern an. Fest stehe inzwischen, so Georg Tigler, Fachbereichsleiter unter anderem für Bauangelegenheiten bei der Gemeindeverwaltung, dass "es keineswegs nur ein paar dieser verrotteten Bolzen gibt, die für die Statik der Fachwerkverbände außerordentlich wichtig sind." Sie sichern die Verbindung zwischen den Querstreben und den Holzteilen und sitzen vermutlich durch eindringendes Wasser nicht fest. Noch allerdings habe sich der Gutachter nicht schriftlich zum völligen Ausmaß der Schäden und den Kosten geäußert, sagt Tigler.

Spekulieren will er nicht: "Ich hoffe nur, dass wir es über den normalen Haushalt hinkriegen." Der Turm, übrigens ein Ankerpunkt in dem Konzept, mit dem sich die Gemeinde um Fördermittel aus dem Landesprogramm "Erlebnis NRW - Tourismuswirtschaft stärken" bewirbt, geht in seinen Ursprüngen auf die Frühgeschichte des im Jahr 1910 gegründeten Heimat- und Verkehrsvereins zurück. Damals installierten Sonsbecker Handwerker den Bau. Von der oberen, 100 Meter hoch gelegenen Plattform des 1974 im Auftrag des HVV von der Firma Dahm aus Prüm neu errichteten Turms gibt es einen herrlichen Ausblick.

Mehrfach wurde der Turm einer farbigen Frischzellenkur unterzogen. Im Jahr 2002 waren auch alle Verbindungen erneuert worden. Kostenpunkt damals: 12 000 Euro.

Quelle: RP
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