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Xanten
"Und alles auf Krankenschein"

Xanten: "Und alles auf Krankenschein"
Das Ensemble: (vorne) Dieter Kluth, Olaf van Afferden, Dirk Scholten und Monika Selle, dahinter Ralf Drnovsek, Marion Jung, Sarah Thüs. Angelika Demann und Susanne Mangold. FOTO: Armin Fischer (arfi)
Xanten. Das Theater MaX probt für den Komödienklassiker von Ray Cooney. Premiere ist im Februar. Von Heidrun Jasper

Es ist kalt, der Heizofen bullert. "Wir beginnen mit Szene sechs, letzter Satz", bittet Dieter Kluth die Akteure auf die provisorische Bühne im Hinterzimmer von Hennemann. "Ein ganz besonders fähiger Trottel, dieser Dr. Helmi", sagt Dr. Monkemöller, der mit bürgerlichem Namen Ralf Drnovsek heißt und eine der Hauptrollen spielt in der turbulenten Komödie, mit der das Theater MaX nach Karneval für Kurzweil sorgen will.

"Und alles auf Krankenschein" (It runs in the Family) heißt der Klassiker von Ray Cooney, den die Laienspielschar beim Theaterverband eingekauft hat. Ein Stück für zehn Personen, das (fiktiv) im Xantener St.-Josef-Krankenhaus spielt. Um nicht zu viel vorwegzunehmen: Chefarzt Dr. Monkemöller (natürlich verheiratet) hält vor dem Ärztekongress eine Rede. Plötzlich taucht Elfi Cornelissen (alias Susanne Mangold) auf, eine ehemalige Krankenschwester, mit der er vor 18 Jahren eine kurze, aber offensichtlich folgenschwere Affäre hatte: Sie teilt ihm mit, dass er eine inzwischen volljährige Tochter Cornelia hat (gespielt von Sarah Thüs), von der er bis dato nichts wusste...

Seit Mai probt das MaX-Theater einmal in der Woche und ab November zweimal wöchentlich im Hinterzimmer der Brasserie Hennemann; dort, wo früher der Schießstand war. Dieter Kluth, der die Rolle des Arztes Dr. Hubert Helmi spielt, führt Regie, zum ersten Mal. Der 54-Jährige ist neu im Team, das seit April ein gemeinnütziger Verein ist und in der Satzung festgelegt hat, dass es auch andere kulturelle und soziale Veranstaltungen und Zwecke unterstützen will.

Gerüchte, das Laientheater habe sich aufgelöst, nachdem einige Mitglieder aus persönlichen Gründen ausgeschieden sind, "entbehren jeglicher Grundlage", so der neue Vorsitzende Reiner Mangold; "wie Sie sehen, geht es mit Theater MaX weiter". Man habe sich neu erfunden: Neue, frische Gesichter auf der Bühne, neue Regie. Und auch an der Dauer der Stücke, die viele Gäste in der Vergangenheit zu lang fanden, ist gefeilt worden: Künftig werden sie wieder "normale" Länge haben. Sprich: 90 Minuten in zwei Akten mit einer Pause nach 45 Minuten.

Marion Jung spielt in der Komödie die Gattin des Chefarztes Dr. Monkemöller, Angelika Demann steht als Mutter von Dr. Helmi auf der Bühne. In den weiteren Rollen sind als Gastspieler Monika Selle (Oberschwester Hilde), Wolfgang Eser (Polizist), Dirk Scholten (Dr. Kellermaier) und Ivan Afferden (als renitenter Patient Willi im Rollstuhl) zu sehen. Souffleuse Natascha Remy hilft weiter, wenn der ein oder andere mal kurz den Text-Faden verloren hat.

"Und alles auf Krankenschein": Am Freitag, 26. Februar, 19.30 Uhr feiert das Theater MaX in der Brasserie Hennemann Premiere; sieben weitere Vorstellungen wird es geben (27. und 28. Februar, 4., 5. und 6. März, 11. und 12. März). Die Aufführungen an den Sonntagen (28. Februar und 6. März) beginnen um 17 Uhr, alle übrigen um 19.30 Uhr.

Quelle: RP
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