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Xanten
Urlaubsgefühl, Musik und Bewegung

Xanten: Urlaubsgefühl, Musik und Bewegung
Die Trainerin wird von allen nur liebevoll "Lütti" genannt: Manuela Lütgenhaus (vorne) bringt die Teilnehmer des Zumba-Kurses so richtig ins Schwitzen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Erstmals veranstaltete der SV VyMa 97 ein Zumba-Special an der Xantener Südsee: Ambiente und Wetter passen, die Resonanz ist ausbaufähig. Unser Reporter hat den neuen Trendsport selbst ausprobiert. Von Alexander Florié-Albrecht

Wummernde Beats und lautstarke Rufe schallen vom Gelände der Sportschule Beachline. "Kommt, Mädels", feuert Trainerin Sandra Kornenberg die 15 in luftaktivem, farbprächtigen Sportdress gekleideten Damen an, um sich an diesem Nachmittag an einem besonderen Ort ihrer Art des Ausdauertrainings hinzugeben.

"Wir machen das hier erstmalig. Das ist eine Premiere - für mich persönlich auch", erläutert die Leiterin Breitensport des SV VyMa 97, Birgit Dupont. "Spaß an der Bewegung in der Gemeinschaft mit Urlaubsfeeling im Paket, das wird sicher schön."

"Die Idee war, mal was Neues zu machen", ergänzt Alfi Niklas, beim SV VyMa für die Pressearbeit zuständig und selbst begeisterte Zumba-Sportlerin. Sonst habe man Zumba immer nur in der Sporthalle ausgeübt. "Da haben wir uns gedacht, in der Location haben wir sowas noch nicht gemacht."

So nutzte man den guten Draht zu Beachline, fragte einfach mal an und stieß bei Leiter Georg Verführth auf offene Ohren. "Ich bin für sowas immer zu haben", sagt der schmunzelnd.

Anja Billmeier aus Vynen ist einer der Damen, die sich in den kommenden zwei Stunden zu den verschiedenen Musiken temporeich und ganzkörperorientiert bewegen. "Die Schnelligkeit, der Rhythmus - und die Tatsache, dass es jeder so machen darf, wie er kann", das fasziniere sie an dem Freizeitsport, erzählt die 43-Jährige beim Warm-up, wie das Aufwärmen hier heißt. "Und die Idee hier fand ich super, mit dem Strand vor der Nase - besser geht's nicht." Ihre Schwester Anja ergänzt: "Macht einfach Spaß."

Zu heißen Latino-Rhythmen kann man auch die entsprechenden Tanzbewegungen der Salsa, Merengue, Flamenco oder Cha-Cha-Cha im Ansatz ausmachen - was dem einen schwerer, dem anderen leichter fällt.

"Den Tanz kenne ich nicht, die Choreographien sind immer unterschiedlich, bleibt immer spannend. Und man kann sich auspowern, ohne alles richtig zu machen", sagt die Xantenerin Melanie Born. "Ich hab' jahrelang Formation getanzt. Da ist es einfacher, locker zu werden", findet die Weselerin Kerstin Hornecker, die mit einer ganzen Gruppe aus der Kreisstadt über den Rhein angereist ist.

Gestaffelt absolvieren die Damen dabei die verschiedenen Übungsformen - übers Toning mit Körperformungsübungen und Krafttraining mit Wasserflaschen und Gewichten bis zum Piloxing, wo schnelle Boxbewegungen ausgeführt werden.

"Super", feuert Manuela "Lütti" Lütgenhaus aus Wesel als zweite Kursleiterin die Frauen an und steppt selbst mit zwei Wasserflaschen in der Hand mit den Füßen vor und zurück. "Da soll immer auch Party und Spaß sein", wirft sie sich auch mal inmitten der zu "Footloose" Rock'n'Roll tanzenden Frauenriege auf eine aufgeblasene Strandliege.

Und neben dem Spaß kommt auch das Engagement der Gruppengemeinschaft nicht zu kurz: "Wir treten auch schon mal zusammen auf gegen Brustkrebs oder zugunsten eines Hospizes für krebskranke Kinder."

Am Ende können Dupont und Niklas konstatieren: "Die Idee hat sich gelohnt. Aber schade, dass nur so wenig da waren." Man setzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda und werde das Special eventuell 2017 im Rahmen eines kleinen Ferienprogramms wieder anbieten.

Die Aktiven sind jedenfalls "kaputt, aber zufrieden", wie sie selbst sagen. Und der Journalist, der sich zwischenzeitlich versuchsweise mit bewegt hat, durfte feststellen, dass die eigenen Gelenke weniger Schreibtisch und mehr Bewegung verdienen - und die Damen in den vorherigen zwei Stunden bewundernswert harte Ganzkörperarbeit geleistet haben.

Quelle: RP
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