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Xanten
Viel Fläche für H & M

Xanten: Viel Fläche für H & M
FOTO: van offern
Xanten. Geldern macht Weg für Investor Fleurkens frei. Weiterer Interessent für Woolworth-Gebäude chancenlos. Von Lutz Küppers

Das Ziel rückt immer näher. In nicht-öffentlicher Sitzung beschloss der Gelderner Rat jetzt, das leerstehende Woolworth-Gebäude dem Walbecker Investor und Immobilien-Experten Reinhard Fleurkens zum Kauf anzubieten. Dessen GmbH hat nach RP-Informationen eine Art Vorvertrag mit der vor allem bei jungen Menschen beliebten Textilkette H & M geschlossen, der greift, wenn er in Besitz der Immobilie gelangt.

Und da sich der Rat mit überwältigender Mehrheit für die Fleurkens-Variante und gegen einen auswärtigen Konkurrenten entschied, stehen nun die von Verwaltung und Politik herbeigesehnten Verhandlungen über den Verkauf des Objektes an Fleurkens an. Der angebotene Kaufpreis soll sich im niedrigen zwei Millionen-Bereich bewegen. Schlägt der als harter Verhandler bekannte Fleurkens zu, beginnt ein Kampf gegen die Zeit.

Denn auch der ebenfalls für seine klaren Vorstellungen bekannte Schweden-Textiler will nach RP-Info bereits das Weihnachtsgeschäft im nächsten Jahr mitnehmen. Da auch noch Vertragsdetails zu klären sind, muss jetzt alles ganz schnell gehen. Doch da alle Beteiligten den Langzeit-Leerstand - aus unterschiedlichen Gründen - beseitigen wollen, spricht die Politik schon unverhohlen von der Eröffnung im November 2016. Genau dann, wenn auch der Startschuss für das Kapuzinertor auf dem Gelände des Berufskollegs in der Innenstadt fallen soll. Dort Mitglied der Investorengruppe: Reinhard Fleurkens.

Der Walbecker plant vorerst nur den Bereich am Markt für H & M. Der Bereich Richtung Südwall ist von dem Vorhaben derzeit nicht betroffen. Auch die dortigen Wohnungen bleiben erhalten. Der Mitbewerber hatte für den Abriss des Gebäudes - natürlich ohne die Wohnungen - votiert, um anschließend am Marktbereich eine Ladenzeile zu bauen. Im hinteren Bereich soll ein Rewe-Markt angedacht gewesen sein. Doch gegen die Vorstellung, mit einer Filiale des Textilriesen einen Kunden-Magnet an den Markt zu kriegen, war dieser Vorschlag chancenlos.

Bereits seit 2007 steht die Immobilie am Gelderner Markt leer. Nach der Schließung von Woolworth, verbunden mit dem Verlust von 60 Arbeitsplätzen und viel Leben auf dem großen Platz, wurden Gebäude und Grundstück zum Spekulationsobjekt. Erst Anfang dieses Jahres gelang es dann der Stadt Geldern nach langen verhandlungen, das große Objekt zu kaufen, um selbst bestimmen zu können, was dort entstehen kann.

Dass der neue H & M-Shop in Sichtweise von C & A läge, ist kein Zufall. Denn im Einzelhandel weiß man, dass die Ketten gerne in unmittelbarer Nähe ihre Geschäfte machen. Weil sich die Käuferschichten ergänzen. In einem sauerländischen Städtchen ist sogar eine Trennwand zwischen den Immobilien entfernt worden, so dass die Kunden beide Sortimente erleben können, ohne den Shop zu wechseln.

Das wäre in Geldern zwar nicht möglich. Doch es gibt eine weitere Parallele. Das C & A-Objekt gehört - Reinhard Fleurkens.

Quelle: RP
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