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Xanten
Vynen: Ein Markt für kreative Ideen

Xanten: Vynen: Ein Markt für kreative Ideen
Der Arbeitskreis Asyl hatte für einen Tisch mit Speisen der Asylbewerber gesorgt. Das wurde von den neuen Mitbürgern so gut angenommen, dass der Platz auf dem Tisch bei weiten nicht für die vielen leckeren Spezialitäten reichte. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. Auf dem Hof der ehemaligen Grundschule richtet der Heimatverein alle zwei Jahre das Dorffest aus. Das Motto diesmal: "Markt der kreativen Möglichkeiten". Auch die in der Schule untergebrachten Asylbewerber beteiligen sich. Von Sabine Hannemann

Die ehemalige Vynener Grundschule galt am Samstag als der Treffpunkt im Ort, als Markt der kreativen Möglichkeiten. Alle zwei Jahre steigt dort auf dem Schulhof ein Dorffest, an dem Alt und Jung ihre Freude haben. Das liegt auch an dem Motto, das der ausrichtende Heimatverein ausgerufen hat. In diesem Jahr standen handwerkliche Aktivitäten mit Mitmachstände im Mittelpunkt des Geschehens. Vor zwei Jahren sorgte eine Dorfmeisterschaft mit einem Juxturnier auf dem angrenzenden Sportplatz für jede Menge Spaß bei den Beteiligten und Zuschauern. "Diesmal geht es um die Umsetzung von kreativen Ideen", sagt Veronika Frerix vom Heimatverein.

Gefragt war Geschicklichkeit inklusive Fingerfertigkeit. Beispielsweise wurden Steine mit Motiven bunt gestaltet, andere Gegenstände mit kleinen Steinen verschönert oder aus Modelliermasse lustige Figuren hergestellt. An anderer Stelle klapperten die Stricknadeln. "Unser Dorffest wird von unseren Vereinen geprägt und zeigt auch, welch starken Zusammenhalt wir haben", sagt Veronika Frerix. "So wird auch der Schulhof, auf dem auch ein kleiner Wochenmarkt stattfindet, im Dorf noch bekannter."

Das bunte Vereinsleben präsentierte sich auf dem ehemaligen Schulhof mit diversen Ständen und verschiedenen Aktivitäten. So lud unter anderem die katholische Frauengemeinschaft (kfd) in die Cafeteria ein, die Messdiener verkauften Waffeln. Der Angelsportverein bot Kostproben vom Fisch.

Angefangen von der örtlichen Feuerwehr, dem Schützenverein, den Jungschützen über Kirchenchor und Jugendtreff: Jeder leistetete seinen Part zum Gelingen des Dorffestes. Mit einem eigenen Stand nahmen auch die Asylsuchenden teil, die in einem Trakt der ehemaligen Grundschule wohnen. Glück hatte Vynen in jedem Fall mit dem Wetter. Sonnenschein und warme Temperaturen sorgten zusätzlich für gute Laune bei den Besuchern. Positiv machte sich der Beginn des Festes, Punkt 13 Uhr, bemerkbar. Der Schulhof füllt sich zusehends und sollte von einem ständigen Kommen und Gehen geprägt sein. "Ich glaube, dass in Vynen die Küchen kalt geblieben sind", sagte Veronika Frerix mit Blick auch das kulinarische Angebot.

Gegen Abend, pünktlich zum großen Fußballereignis, war der Schulhof leer. Bewährt hat sich der Termin für das Dorffest im zweijährlichen Rhythmus, das immerhin ein Jahr lang geplant worden war. Der Zeitraum nach Pfingsten sei günstig, so die Geschäftsführerin. "Dass ein Dorf mit seinen Vereinen das alles auf die Beine stellt, finde ich toll", sagt Gabi Bonk aus Obermörmter.

Auch für Gabi Kreienborg, die für Besucher das Spinnrad betätigte, war das Fest eine gelungene Veranstaltung. "Das Interesse an handwerklichen Dingen ist da und sorgt für jede Menge Gesprächsstoff und alte Geschichten, gerade beim Spinnrad", so ihre Beobachtungen. Jutta Bruns hatte sich der Gestaltung von Fundsteinen verschrieben. "Wir haben einfach sehr viel Spaß."

Quelle: RP
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