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Xanten
Vynen macht mobil gegen Fahrradstraße

Xanten: Vynen macht mobil gegen Fahrradstraße
Eine Fahrradstraße auf dem Rheindamm? Nein danke! Die Anlieger wie Vera Koppers-Dams sind dagegen und sammeln noch bis morgen Unterschriften. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Anlieger haben eine Unterschriftensammlung organisiert. Die Aktion läuft bis zum morgigen Sonntag. Von Peter Kummer

Gegen die neue Fahrradstraße auf dem Rheindamm liegen derzeit in Vynen Unterschriftenlisten aus. Viele Bürger auch aus anderen Ortschaften wie aus Wardt, Marienbaum und Obermörmter hätten sich bereits dort eingetragen, sagt Initiatorin Vera Koppers-Dams. Morgen am Sonntag will sie die Listen zusammentragen. Anschließend soll sich entscheiden, wie weiter damit verfahren wird. Auf alle Fälle soll die Protestnote an Bürgermeister Thomas Görtz übergeben werden, entweder durch Betroffene selbst oder über Mitglieder des Bezirksausschusses.

Auf Vorschlag eines Bürgers hin hatte vor wenigen Wochen die Stadt den Rheindamm in Vynen kurzerhand als Fahrradstraße deklariert. Seitdem haben dort Radler Vorrang vor dem Autoverkehr. Sie müssen zum Beispiel nicht rechts ranfahren, um ein Auto von hinten passieren zu lassen. Die Höchstgeschwindigkeit ist von 50 auf 30 Stundenkilometer gesenkt worden. Diese Änderung ohne Vorankündigung brachte die Anwohner auf die Palme. Im Bezirksausschuss in der vergangenen Woche hatten sie ihrem Ärger Luft gemacht. Radler würden Autofahrer beschimpfen und anpöbeln, berichteten sie. Außerdem seien die Anwohner vorher weder über die Änderung informiert oder noch zumindest gefragt worden.

Mit der Unterschriftenliste wendet sich Vera Koppers-Dams gegen die Änderung. "Wir möchten einen Bürgerantrag stellen, dass die alte Regelung für den Rheindamm wieder hergestellt wird", heißt es dort, "In den letzten Jahren hat das immer gut funktioniert, und es hat auch keine Unfälle oder Sonstiges gegeben." Jetzt sei es nicht nur zu Pöbeleien gekommen, sondern Radfahrer hätten sich auch vor ein Auto gestellt und eine Anliegerin gefragt, ob sie überhaupt hier fahren dürfe. Gegenüber der Redaktion spricht die Vynerin zudem von Bespucken und dem Zeigen des Mittelfingers durch Radler.

Die Listen liegen in der Bäckerei Küppers und im Lieblingscafé sowie bei ihr zu Hause am Rheindamm 49 aus. Eine vierte Liste ist auf Wanderschaft durch die Vereine. "Wir waren uns in der Nachbarschaft einig, dass etwas passieren muss", so die Vynerin. Von der Ankündigung des Bürgermeisters am Tag nach dem Bezirksausschuss, zunächst Erfahrungen mit der neuen Verkehrsregelung zu sammeln, diese auszuwerten und danach über eine Änderung zu entscheiden, hält sie nichts. "Er kann gerne eine Teststrecke machen, aber nicht hier bei uns."

Quelle: RP
 
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