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Xanten
Wachwechsel im Haus der Begegnung

Xanten: Wachwechsel im Haus der Begegnung
Barbara Doerk (links) übernimmt von Maria Thyssen (rechts) die Leitung. Von links: Karl Heinrich Köster, Stephan Grundmann, Olaf Finke, Sandra Bree und Bürgermeister Thomas Görtz. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. 21 Jahre lang hat Maria Thyssen die Einrichtung geleitet. Barbara Doerk aus Rees ist ihre Nachfolgerin. Von Peter Kummer

21 Jahrelang hat Maria Thyssen das Haus der Begegnung geleitet, zuerst vertretungsweise, seit 1994 hauptverantwortlich. Nun hieß es, Abschied zu nehmen und die Leitung an Barbara Doerk weiterzugeben. Erhalten bleibt sie der Begegnungsstätte an der Karthaus aber weiterhin. Sie wolle, kündigte sie bei ihrer offiziellen Verabschiedung an, auch als Ruheständlerin immer wieder kommen.

"Frau Thyssen hat viel Herzblut mitgebracht und dem Haus ihren Stempel aufgedrückt. Mit Frau Doerk haben wir eine gute Entscheidung über die Nachfolge getroffen", betonte Bürgermeister Thomas Görtz im Namen der Sozialstiftung. "Ihre ruhige, besonnene und gewinnende Art brachte bei den Bewerbungen den Ausschlag. Sie wird das Bewährte im Haus fortführen, aber auch behutsam neue Ideen mit einbringen." Die Diplom-Pädagogin war nach dem Studium in zwei Essener Wohnheimen tätig, ehe sie 1993 nach Rees umzog. Nun, nach der familiären Phase, hat sich die Mutter von vier Söhnen erfolgreich um die Leitung des Xantener Hauses beworben. Mit neuen Angeboten möchte sie vor allem jüngere Senioren ab 60 Jahre zusätzlich ins Haus der Begegnung holen, kündigte sie an. Ein Beispiel könnten Fahrten zu kulturellen Angeboten in der Umgebung sein, etwa ins Theater nach Emmerich. Hierfür sagte Görtz die Unterstützung durch die Sozialstiftung zu, um die Kosten für den Einzelnen zu senken. Denn die Ausgaben für die Anmietung eines Busses und die Theaterkarten können das zur Verfügung stehende Budget von Senioren überschreiten.

Eine weitere Idee der 55-jährigen neuen Hausleiterin ist die Einbindung verschiedener Generationen in das Angebot der Einrichtung. Derzeit wird die Begegnungsstätte überwiegend von Menschen ab 70 Jahre besucht. So könne sie sich ein Konzert von jugendlichen Schülern vorstellen. Barbara Doerk: "Das Haus möchte ich selbstbewußter präsentieren. Einige wissen gar nicht, was alles angeboten wird."

In dem Vierteljahrhundert unter Leitung von Maria Thyssen hat sich das Haus schon erheblich verändert. Mit dem Anbau ist eine Kegelbahn hinzukommen, der Bastelkeller ist neu, ein Chor wurde gegründet, und regelmäßig findet ein Computerkurs statt. "Hierzu kommen immer mehr Teilnehmer", erläuterte die scheidende Leiterin. Insgesamt zählt das Haus, das an fünf Tagen in der Woche geöffnet ist, monatlich im Schnitt zwischen 800 und 1000 Gäste. "Und wir werden auch von anderen Gruppen und Vereinen stark frequentiert", erläuterte Görtz. Die Mitglieder der Tanzsportgruppe Quibbels kommen ebenso wie die Teilnehmer von Veranstaltungen der Volkshochschule.

Quelle: RP
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