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Xanten
Während der Arbeitszeit zur Blutspende

Xanten: Während der Arbeitszeit zur Blutspende
Bei der Blutspende: sitzend Elke Köster von der Stadtverwaltung, Bürgermeister Thomas Görtz und Rita Lybarski (medizinisch-technische Angestellte, DRK), dahinter vom DRK: Karl-Heinz Dabringhausen, Hans-Jürgen Thiele, Ingrid Dabringhausen und Veronika Bauhuis, Birgit Düpont und Thomas Herzfeld. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Xanten wurde erlaubt, während der Dienstzeit Blut zu spenden. Von Erwin Kohl

Dass die Angestellten der Xantener Stadtverwaltung wirklich alles geben, haben sie jetzt im Haus der Begegnung unter Beweis gestellt. Bürgermeister Thomas Görtz hat die Anregung des DRK-Ortsvorsitzenden Hans-Jürgen Thiele aufgegriffen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des Dienstleistungsbetriebes (DBX), dem Verwaltungspersonal der Freizeitzentrum Xanten GmbH (FZX) und der Tourist Information Xanten GmbH (TIX) die Möglichkeit gegeben, während der Dienstzeit Blut zu spenden. "Wir möchten dem DRK damit symbolisch Unterstützung anbieten", so Görtz. Selbstverständlich erschien auch der Verwaltungschef selbst zum Aderlass. Für Thomas Herzfeld sind Aktionen wie diese enorm wichtig. "Wir sind natürlich sehr froh, wenn namhafte Leute voran gehen, wir brauchen solche Fürsprecher", erklärt der Leiter Öffentlichkeitsarbeit beim DRK. Dass gerade im Sommer mehr Blutspenden benötigt werden, hat allerdings nichts mit der laufenden Motorradsaison zu tun, sondern liegt schlicht daran, dass viele potenzielle Spender sich im Urlaub befinden. Für das DRK ist das ein Dilemma. "Man muss wissen, dass sich rote Blutkörperchen (Erythrozyten) nur 42 Tage lagern lassen, Blutplättchen (Thrombozyten) sogar nur fünf. Dementsprechend ist eine konstante Zahl an Blutspenden so wichtig", erläutert Herzfeld. Dürfte er sich wünschen, welche Blutgruppe bei Xantens Verwaltungsangestellten am Häufigsten vorkommt, so wäre dies Null Negativ. "Weil diese Blutgruppe universell übertragbar ist", so Herzfeld.

Für die Stadt Xanten kann sich die Lohnfortzahlung während der Blutspende durchaus rechnen. Denn neben einer Messung von Blutdruck und Puls wird das entnommene Blut von den Mitarbeitern des DRK genauestens untersucht. Mögliche Krankheiten können so im Frühstadium erkannt werden. Aber auch ohne diese zusätzliche Motivation spendet Karin Krusenberg regelmäßig ihren Lebenssaft und das am liebsten alle drei Monate. Weil Blutspenden im Xantener Krankenhaus aber nicht mehr möglich sind und die Termine der Rettungsdienste nicht immer passen, freut sich die Mitarbeiterin der Stadtkasse über diese Aktion besonders: "Ich finde es sehr großzügig, dass wir das in der Arbeitszeit machen dürfen. Es wäre schön, wenn das öfter angeboten würde." Damit die freundlichen Spender wieder zu Kräften kommen, wurden sie von den Mitarbeitern des DRK im Anschluss mit Kaffee, Kuchen und belegten Broten versorgt. Da Hans-Jürgen Thiele sein Blut nicht mehr spenden darf, hat er sich etwas Besonderes zur Stärkung einfallen lassen. "Ich habe selbst hergestellten Honig von Vynener Bienen mitgebracht, der geht sofort ins Blut."

Rund 200 Blutspenden kamen bis 19 Uhr zusammen, das entspricht fast der Menge, die in der Domstadt benötigt wird. "Wir versorgen das Xantener Krankenhaus mit 500 Konserven jährlich", erläutert Thomas Herzfeld.

Quelle: RP
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