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Xanten
Waldzwerge feiern Jubiläum im Grünen

Xanten: Waldzwerge feiern Jubiläum im Grünen
Gespannt lauschen die Kinder Bauchredner Willi Gietmann und seinem frechen Frosch Charlie. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Kinder, Eltern und Erzieher hatten anlässlich des 25-jährigen Bestehens ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Von Erwin Kohl

"Als ich vor 25 Jahren hier angefangen bin, habe ich im Traum nicht daran gedacht, dass wir hier heute unser Jubiläum feiern", sagt Sabine Neinhuis, Erzieherin im Marienbaumer Kindergarten "Waldzwerge". Nach wie vor sind es die Eltern der 22 Kinder, die durch Eigeninitiative und mit ganz viel ehrenamtlichen Engagement den Bestand des Hauses sichern. Sie waren es auch, die gemeinsam mit den Erzieherinnen ein abwechslungsvolles Rahmenprogramm zur Jubiläumsfeier am vergangenen Samstag auf die Beine gestellt haben.

Bürgermeister Thomas Görtz wies in seiner Festrede vor allem auf den durch die Waldrandlage gegebenen direkten Kontakt zur Natur hervor, den die Kinder in der Einrichtung genössen: "Nicht so viel Plastikspielzeug, sondern Matsch und Dreck: Das soll ja nicht schaden."

Wie naturverbunden die "Waldzwerge" sind, zeigte sich an diesem Tag auch anhand der vielen Angebote, die die Kinder und Erzieher vorbereitet hatten. So durften die Kinder mit den Mitarbeitern des Naturschutzbundes NABU Nistkästen für Vögel basteln oder ganz besondere Insektenunterkünfte erstellen.

"Wir füllen Holzwolle oder Stroh in alte Blumentöpfe, in die dann Ohrwürmer einziehen. Das ist die einfachste Methode, Bäume vor Schädlingen zu schützen", erklärt Gerd Böllerschen vom NABU. Zum Schluss seiner Anweisung gibt er dem Naturschutznachwuchs noch einen Rat mit auf den Weg: "Bitte ganz nah an den Stamm hängen, sonst braucht der Ohrwurm eine Leiter."

Nebenan hat der Hegering Xanten eine kleine Waldschule mit vielen ausgestopften Tieren aufgebaut. Bernhard Jordans, Volker Steck und Hans Lümen erklären den Kindern die Eigenarten der meist heimischen Tiere.

"Der Eichelhäher ist der Polizist des Waldes. Sobald ein Fremder kommt, meldet er es den anderen Tieren", berichtet Jordans. Und manchmal staunen dann auch die Eltern und Großeltern, etwa als Volker Steck erläutert, dass es im Wald Etagenwohnungen mit höchst unterschiedlichen Mietern gibt: "Dachs und Fuchs teilen sich einen Bau. Unten wohnt der Dachs und oben der Fuchs, die beiden vertragen sich gut."

Nach einem Ständchen der Jagdhornbläser standen dann nur noch die Kinder im Mittelpunkt. Von Katja Viefers und Andrea Hügen mit herrlichen Kostümen ausgestattet "sprossen" sie als Schneeglöckchen, Krokus oder Sonnenblume aus dem Boden. Für das nötige Wachstum sorgte "Sonne" Julian.

Zwischendurch plätscherte der Regen, zum Glück nur aus den Lautsprechern. Am Ende verloren die "Blumen" ihre Blätter und verteilten ihren Samen für die nächste Blütezeit. "So wie der Blumenwiese geht es auch euch. Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule steht bevor. Alles vergeht und entsteht neu", erzählte Moderatorin Frauke Jarmoluk.

Kaum waren die Waldzwerge von ihren Kostümen befreit, ging es zur Schatzsuche in den Sandkasten. Durch ordentliches Sieben und mit ein wenig Glück konnte dort so mancher funkelnde Edelstein zu Tage befördert werden. Aber das war mehr was für Mädchen, richtige Jungs schossen derweil an der Torwand um die Wette.

Bauchredner Willi Gietmann mit seinem frechen Frosch Charlie, ein sehenswerter Auftritt der Tanzsportgruppe "Quibbles" sowie eine Kräuterpflanzaktion im großen Tipi rundeten das Programm ab. Dazu gab es immer wieder Führungen durch die Einrichtung und natürlich eine leckere Wurst vom Grill.

Quelle: RP
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