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Xanten
Wardter befreien ihr Dorf von Müll

Xanten. Seit wie vielen Jahren es die Dorfputzaktion in Wardt schon gibt, weiß eigentlich niemand mehr so genau. Es ist eine langgehegte Tradition: Jedes Jahr im Frühjahr machen sich die tatkräftigen Helfer des Heimatvereins Wardt und des Vereins "Wardt zusammen" an die Greifzangen und Müllbeutel, um ihr Heimatdorf auf Vordermann zu bringen. Am Samstag war es wieder soweit: Mit zwölf Freiwilligen ging es ans Werk.

Von den Rad- und Wanderwegen um die Xantener Nordsee herum samt den Pfaden zum Deich bis zu den Routen zur Jugendherberge durchkämmten die Helfer jeden Strauch nach Müll und Unrat. Gefunden wurde allerhand: Taschentuch-Verpackungen, Zigarettenschachteln, Tetrapacks und vor allem massenhaft Flaschen säumten die Wegesränder. Allein auf dem Parkplatz vor der Wardter Brücke kamen knapp 20 Flaschen zusammen. Eingesammelt von Karl Georg Scholten und Julia Schwarze.

"Hier kann man dreimal durchgehen und findet doch immer noch etwas", sagte Schwarze. "Teilweise muss man sich einfach wundern, wie die Sachen überhaupt hergekommen sind", ergänzte Scholten. So stießen die Helfer auch auf Merkwürdigkeiten. Etwa auf einen neuen, noch eingeschweißter Campingteller, einen Haufen Papierschnipsel aus dem Aktenvernichter und sogar eine Matratze. Dennoch, so bemerkte Scholten, sei der Müll in Wardt weniger geworden. "So wahnsinnig viel wie früher findet man nicht mehr. Lediglich nach den Events ist mehr Müll zu beobachten. Doch das Freizeit Zentrum Xanten sorgt ja auch selbst für Ordnung", erzählte er.

Was die Wardter dagegen ärgert, ist die Achtlosigkeit der Jugendlichen aus der Jugendherberge. "Es ist schon auffällig, wie verdreckt die Wege von der Jugendherberge aus Richtung Wardt oder Xanten sind", beklagte Scholten. Gerne hätten die Helfer auch Jugendliche bei der Putzaktion. Früher machten junge Leute mit, erinnerte sich Scholten. Inzwischen sei es immer der gleiche Trupp, der sich bemühe. "Dabei geht ein sauberes Dorf jeden etwas an", betonten die Freiwilligen.

(bea)
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