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Xanten
Wardter Landhaus schon wieder dicht

Xanten: Wardter Landhaus schon wieder dicht
Peter Werle (l.) kaufte 2013 das Landhaus Wardt. Mittlerweile befindet sich die Immobilie wieder im Besitz der Familie Schomberg, diese hat an die Brauerei Krombach verpachtet. Noch im Besitz von Werle ist das Wirtshaus Wersinski, früher Vips. Für dieses Objekt sucht der Unternehmer aus Alpen Partner. Ein Banner an der Fassade weist darauf hin. FOTO: Archiv/jas
Xanten. Der Betreiber hat die Türen kurzerhand geschlossen. Pächter der Immobilie ist die Krombacher Privatbrauerei, die sucht im Internet schon nach neuen Interessenten. Auch das Wirtshaus Wersinski (früher Vips) sucht Partner. Von Julia Lörcks

Das Landhaus Wardt ist dicht. Seit Montag sind die Türen der einzigen Gaststätte des Xantener Ortsteils geschlossen. Einer der ersten, der davon erfahren hat, war Tanko Scholten. Der Vorsitzende des Wardter Bezirksausschusses wurde vom Geschäftsführer persönlich über die Schließung informiert. Schließlich wollte Scholten am kommenden Sonntag dort sein traditionelles Doppelkopfturnier ausrichten (siehe Infobox). Er fragt sich: "Wo sind die Wirte, die es wieder schaffen, wie einst Angelika und Kalle Linder das Landhaus so zu führen, dass sich die Gäste wohl fühlen und sich der Betrieb lohnt? Schade!"

Geschäftsführer des Landhauses Wardt war zuletzt Salih Numanovic, der für die Redaktion - trotz mehrfacher Versuche - nicht zu erreichen war. Wohl aber die Krombacher Brauerei. Das Unternehmen ist seit August 2016 Pächter der Gaststätte und hat es - nach Angaben des Pressesprechers Franz-Josef Weihrauch - unterverpachtet. Inhaber der Immobilie sei Rosemarie Schomberg. Diese wiederum hatte 2013 an den Alpener Unternehmer Peter Werle verkauft. Warum das Objekt sich nun wieder in Hand der Familie Schomberg befindet, ist unklar.

"Auch wir haben erst kurzfristig von der Schließung erfahren", sagt Weihrauch gegenüber unserer Redaktion. Untätig geblieben ist die Privatbrauerei, die in Deutschland etwa 100 bis 150 Gaststätten gepachtet hat, nicht. Auf einschlägigen Immobilienportalen im Internet bietet Krombacher das Landhaus Wardt zur Pacht an. "Das großzügige Landhaus an der Xantener Nordsee bietet die Chance, Ihren Traum vom eigenen Restaurant zu verwirklichen", ist dort zu lesen. "Wir führen derzeit Gespräche mit Interessenten", sagt Weihrauch auf Anfrage unserer Redaktion. Diese müssen laut Immobilienanzeige mit 3300 Euro Nettomiete sowie 800 Euro Nebenkosten rechnen. Hinzu kommt eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro.

FOTO: Heidrun Jasper

Das Wardter Landhaus ist übrigens nicht die einzige Gaststätte, die von heute auf morgen dicht gemacht hat. Zum 1. Oktober schloss ohne Vorankündigung das "Einstein" in Xanten. Dort hat sich allerdings schnell eine Lösung gefunden. Die drei Betreiber des Veener Spargelhofes Schippers sowie drei weitere Gesellschafter übernehmen das Restaurant zwischen Rathaus und Polizei. Start ist am 1. Dezember (wir berichteten). Auch Xantens älteste Kneipe, das Wirtshaus Wersinski (früher Vips), sucht Partner, Pächter und/oder kreative Köpfe für eine außergewöhnliche Lokalität. So steht es zumindest auf einem Banner, der an der Fassade des Wirtshauses angebracht ist. Eigentümer der Immobilie ist im Übrigen Peter Werle. Er selbst sagt dazu: "Seit 2008 habe ich das Wirtshaus Wersinski. Ich hänge an diesem Projekt und suche jetzt Partner, die mich dabei unterstützen möchten."

Quelle: RP
 
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