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Zum Sonntag
Warum oder wozu?

Xanten. Wie oft haben Sie in dieser Woche das Wörtchen "warum" benutzt? Warum passiert so viel Leid in der Welt? Warum tritt der FIFA-Präsident kurz nach der Wiederwahl ab? Warum gibt es Menschen, die mit ihrem Auto Gehwege versperren? Warum fährt die Person im Auto vor mir nicht schneller? Warum denken Menschen in meinem Umfeld anders als ich? Warum gibt es Christen und Kirchen in Xanten?

Antworten auf eine Warum-Frage speisen sich aus der Vergangenheit. Ich suche den, der die Verantwortung für etwas trägt oder den Auftrag zu etwas gegeben hat. Letztlich versuche ich zu verstehen, warum etwas ist. Warum es Christen in Xanten gibt erklärt sich daher, dass es römische Legionäre waren, die den Glauben an den dreifaltigen Gott in diese Region brachten. Die Antwort, die uns die Historie näher bringt, richtet den Blick nicht nach vorne. Wie sich etwas entwickeln wird, erschließt sich durch eine Warum-Frage nicht. Wir erleben in allen Bereichen Wandel. Der demografische Wandel etwa wirkt sich in Gruppen, Sportvereinen, Schulen und Kirchen aus.

Ersetzen wir gar die Frage nach dem "Warum" einmal durch die Frage nach dem "Wozu". Wozu gibt es Kirchen in Xanten? Wozu engagieren sich Frauen und Männer in der Pfarrcaritas? Wozu gibt es Religionsunterricht in den Schulen? - Manche Fragen klingen banal. Aber der Blick richtet sich nicht mehr in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Als Kirche müssen wir ehrlich die Antwort der Menschen hören, welche Erwartung sie bei der Beantwortung der Wozu-Fragen haben. Als Christen wissen wir uns aber auch von Jesus gesandt und beauftragt, seine Botschaft weiterzugeben. Wozu? Damit jeder Mensch ein erfülltes Leben hat . Pastoralreferent Lars Lindemann

Quelle: RP
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