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Xanten
Weihnachtsmarkt wird drei Tage länger

Xanten. Die Moers Marketing hat beantragt, den Markt schon am 21. November eröffnen zu dürfen. Dadurch will man besser gegen die Konkurrenz in anderen Städten behaupten. An Wochenenden soll der Markt bis 22 Uhr geöffnet bleiben. Von Josef Pogorzalek

Weihnachtsmarkt-Fans dürfen sich freuen: Sie werden den Moerser Budenzauber künftig länger genießen dürfen. Die Moers Marketing hat als Veranstalter bei der Stadt beantragt, den Markt bereits am Montag nach Totensonntag (dem Montag vor dem ersten Advent) eröffnen zu dürfen. In der Vergangenheit begann das Weihnachtsmarkttreiben am Donnerstag vor dem ersten Adventssonntag.

Die Moers Marketing möchte "im Wettbewerb der Städte in der Weihnachtszeit nicht an Boden verlieren", heißt es in ihrem Antrag. Moers solle als attraktive Einkaufsstadt präsentiert "und dabei so viel Kaufkraft wie möglich für unseren Einzelhandel und unsere Gastronomiebetriebe" gebunden werden. Wie Michael Birr, Geschäftsführer der Moers Marketing, darlegt, startet der Weihnachtsmarkt-Betrieb in den Städten der Region (wie Duisburg, Oberhausen, Düsseldorf) sogar schon am 17. Dezember, der Markt in Duisburg bleibt sogar bis nach Weihnachten geöffnet. Die Städte zögen dadurch "bereits Tage zuvor die Kaufkraft der Menschen aus Moers ab".

Birr verweist auf eine Untersuchung der IHK Duisburg/Niederrhein hin, nach der jeder Besucher des Duisburger Weihnachtsmarktes im Schnitt 30 Euro zusätzlich in Duisburger Geschäften oder Lokalen ausgegeben hat. Auch die Besucher des Moerser Weihnachtsmarktes brächten zusätzliche Kaufkraft in die Stadt: "Nach unseren eigenen Erhebungen aus dem Jahr 2013 waren es 15,50 Euro, die der einzelne Besucher, die einzelne besucherin im Durchschnitt in den Einzelhandel der Stadt Moers fließen ließ. Bei 300.000 Gästen sind das immerhin 4,65 Millionen Euro.

Nicht nur die Verlängerung des Weihnachtsmarktes um drei Tage soll seine Rolle als "Frequenz- und Umsatzbringer" für Moers stärken. Die Moers Marketing möchte auch die Öffnungszeiten verbessern: sonntags bis mittwochs schlägt Birr 12 bis 20 Uhr, donnerstags bis samstags 12 bis 22 Uhr vor (bisher montags bis donnerstags 12-20, freitags bis sonntags 11-21 Uhr). Für Glühwein und Imbisstände solle es, wie bisher auch, einen "Nachlauf" von 30 Minuten geben, da Kunden nicht zum Austrinken und Aufessen "auf Kommando" gezwungen werden können und sollen.

Die Stadtverwaltung hat gegen den Antrag der Moers Marketing nichts einzuwenden. "Der Nachtruheschutz ab 22 Uhr ist nicht gefährdet, wenn der Veranstalter dafür Sorge trägt, dass ab 22 Uhr keine Musik mehr in den Ausschankbetrieben gespielt wird. Der Veranstalter überwacht an allen Abenden das Ende der Veranstaltung", heißt es ihrer Stellungnahme. Die Moers Marketing wolle ebenso gewährleisten, dass am Totensonntag, einem sogenannten stillen Feiertag, keine Aufbauarbeiten stattfinden.

Auch die Ratsfraktionen scheinen Birrs Argumenten folgen zu können. Der Hauptausschuss hat dem Antrag bereits zugestimmt, das letzte Wort hat morgen der Rat; die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Rathaus.

Quelle: RP
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