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Lesung
Wenn ein Lottogewinn für Tote sorgt

Lesung: Wenn ein Lottogewinn für Tote sorgt
Das Autorenduo Thomas Hesse und Renate Wirth steht symbolisch für den Titel seines neuen Krimis vor einem Storchennest in Anholt. FOTO: hgl
Xanten. "Der Storch" heißt der zehnte Niederrhein-Krimi von Thomas Hesse und Renate Wirth. Er spielt unter anderem in Xanten und Rheinberg, In den Städten gibt es auch Lesungen.

Xanten/Rheinberg (RP) Viele Freunde der regionalen Kriminalromane haben schon gewartet auf packenden Lesestoff. Nun präsentieren die bekannten Niederrhein-Autoren Renate Wirth aus Xanten und Thomas Hesse aus Wesel ihren aktuellen aufsehenerregenden Fall und damit niederrheinische Taten der unterhaltsamen und atemberaubenden Art. "Der Storch" heißt ihr zehnter Band der Reihe, die an regionalen Tatorten spielt. Auch in Xanten und Rheinberg. Hier lassen sie sich live in die Karten schauen - sprich: bei Lesungen gibt es viele Geschichten rund um die Entstehung von Krimis zu hören. Hesse/Wirth sind in Xanten im Librarium, Marsstraße 12, am 17. Oktober um 19 Uhr zu Gast und am 19. Oktober um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Schiffer, Holzmarkt 10.

Der Roman greift die Entwicklung der Region zum Storchenland auf, die sympathischen Tiere haben sich mittlerweile an vielen Orten niedergelassen und begeistern Einheimische wie Touristen. "Orte, wo die Tiere nisten, kommen natürlich vor, so die Bislicher Insel und auf der gegenüberliegenden Rheinseite das Rheindorf Bislich", erzählt Renate Wirt. Dass hat auch damit zu tun, dass Hesse/Wirth in ihrem Jubiläums-Krimi in "Das Dorf" am Rhein zurückkehren, in dem sie 2005 ihre Reihe von Niederrhein-Krimis begründet haben. "Wir wollten den Kreis schließen, so ist der Handlungsort von 2017 der von 2005 mit vielen handelnden Figuren von damals und neuen Themen von heute", sagt Thomas Hesse.

Die Grundidee ist dramatisch und komisch chancenreich. Ein Dorf als Tippgemeinschaft knackt im "Storch" den Lotto-Jackpot. Der Millionen-Gewinn lässt ganz Bislich-Büschken jubeln. Ganz Büschken? Nein, ein einziger Außenseiter hat bewusst nie mitgespielt. Er tut großzügig, setzt aber alles daran, den großen Reichtum seiner Mitbewohner zu verhindern. Der Neider liegt wenig später tot auf dem dörflichen Friedhof. Dann wird auch noch der gewinnbringende Lottoschein veruntreut. Das Glück wird zur Pechsträhne aller - oder? Dann beginnt die Jagd nach dem Täter in diesem komödiantischen Krimi vom Niederrhein. Bis zum verblüffenden Ende.

Der Roman greift aktuelle gesellschaftliche Konflikte auf - Windräder contra Naturschutz, Großprojekt contra sanfter Tourismus, Dorfidentität contra Wandel von außen - und verbindet diese mit einer unterhaltsamen Geschichte. Verzahnt wird die fesselnde Story mit Freizeit- und Familienleben der Region, mit Eigenheiten und Schrullen der niederrheinischen Charaktere, der nachbarschaftliche Mikrokosmos mit dem dramatischen Geschehen. Das passt zu den Handlungsorten, etwa wenn im Ristorante Antica Roma in Xanten ein konspiratives Verhör stattfindet oder mitten in Rheinberg der entscheidende Schritt zur Aufklärung getan wird.

Aber der Niederrhein insgesamt kommt in vielen Facetten vor in dieser Geschichte voller Wirklichkeit, Witz und schillernder Charaktere. "Wir haben viele komödiantische Stellen ersonnen, das Buch ist besonders witzig geworden", sagen Hesse/Wirth. Und das Kult-Kommissariat um Chefin Karin Krafft wird im zehnten Einsatz gefordert wie nie. Um zu helfen tauchen "Die Füchse" auf - drei niederrheinische Schlitzohren. Und andere krimibekannte Personen.

Quelle: RP
 
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