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Xanten
Wie das Kino das Nibelungenlied aufgreift

Xanten. Das Nibelungenlied gehört zu den bekanntesten, aber am wenigsten gelesenen Werken deutscher Literatur. Bekannt sind Motive und Versatzstücke, die heute noch in Comics, Fantasyliteratur und Filmen verwendet werden.

Ausgerechnet Hollywoods angeblicher Kulturbanause Quentin Tarantino hat sich als hervorragender Nibelungenkenner entpuppt, als er in seinem Western Django Unchained (2012) die Geschichte von Siegfried und Brunhilde einbettete, um von den nicht verheilenden Wunden einer brutalen nationalen Vergangenheit zu erzählen.

Altgermanistin und Filmwissenschaftlerin Dr. Bettina Bildhauer von der St.-Andrews-University Schottland erläutert im Kriemhildsaal des Siegfriedmuseums am Mittwoch, 17. Februar, um 19 Uhr, wie sich der Nibelungenstoff eignet, um im deutschen und in jüngster Zeit auch internationalen Kino, ein nationales Trauma aufzuarbeiten.

Im Vortrag schlägt die Filmwissenschaftlerin den Bogen von Fritz Langs Stummfilm (1923/24), über Harald Reindl (1966/67), Uli Edel (2004) und Quentin Tarantino. Der Eintritt ist frei. Nachher treffen sich die Mitglieder des Fördervereins Siegfriedmuseum-Nibelungenhort um 20 Uhr zur Mitgliederversammlung im Kriemhildsaal.

Quelle: RP
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