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Xanten
Wiedersehen nach einem halben Jahrhundert

Xanten. Ein "besonderer Jahrgang" mit den ersten zwei Abiturientinnen am Stiftsgymnasium

Für Xanten war 1966 ein bedeutendes Jahr, denn mit der Fertigstellung des Innenraumes des im Krieg nahezu völlig zerstörten Xantener Domes war ein Höhepunkt des Wiederaufbaus der Stadt erreicht, den der ganze Niederrhein mit einer großen Viktortracht feierte. Im selben Jahr machten am Stiftsgymnasium 23 Oberprimaner ihr Abitur. Das Besondere daran: Erstmals machten zwei Mädchen an dieser Schule ihr Abitur, darunter die Tochter des damaligen Bürgermeisters Paul Langen. Dieser hatte die Aufnahme von Mädchen am Gymnasium gegen den Willen des damaligen Schulleiters Jan Evers durchgesetzt.

Mit ihrem ehemaligen Klassenlehrer Alfred Melters feierten die Ehemaligen nun zwei Tage lang dieses Ereignis. Von Direktor Franz-Josef Klaßen wurden sie in ihrer alten Schule begrüßt. Zur großen Überraschung überreichte er ihnen ihre Abiturarbeiten aus dem Jahr 1966. Schüler bewirteten die Veteranen mit Kaffee und Waffeln. Danach hielt der alte Klassenlehrer eine Deutschstunde in bekannt launiger Manier im alten Klassenraum ab. Ein besonderes Erlebnis war dann die Fahrt im Nibelungenexpress durch die Stadt, die die meisten Ex-Schüler seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatten. Sie waren allseits begeistert von der schönen Entwicklung ihrer alten Schulheimat. Beeindruckt waren sie schließlich vom Besuch des Domes und des Stiftsmuseums.

Am Samstagabend trafen sich die Teilnehmer dort, wo sie den Abiturball gefeiert hatte, im Hotel van Bebber. Es waren Stunden vollgefüllt mit Erinnerungen in Wort und Bild. Seine launige und witzige Rede schloss der Klassenlehrer mit den Worten: "Wenn mich der liebe Gott einst fragt, was aus meinen Zöglingen geworden ist, kann ich voller Stolz sagen: Herr, schau Sie Dir an! Es ist aus allen was geworden!"

Quelle: RP
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