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Xanten
Wikinger-Schach gewinnt neue Freunde

Xanten: Wikinger-Schach gewinnt neue Freunde
Mit gezielten Würfen muss man zunächst die Verteidigungshölzer der Gegner treffen, um dann den König anzugreifen. FOTO: Olaf Ostermann
Xanten. "Ritter der Pokerrunde" sichern sich den Pokal beim zweiten Kubb-Turnier auf der Sportanlage in Menzelen. Von Sabine Hannemann

17 Mannschaften traten zur zweiten Ausgabe des Kubb-Turniers an. Die Premiere für das "Wikinger-Schach" im vorigen Jahr auf der Sportanlage in Menzelen ist in guter Erinnerung geblieben und sorgte im Vorfeld für die entsprechend hohe Anmeldezahlen. Der SV Menzelen und die Dorfwerkstatt Menzelen luden zum zweiten Mal zu dem etwas eher ungewöhnlichen Holzspiel ein. "Macht einfach Spaß und die Regeln sind einfach", finden die beiden Duisburger Benjamin (25) und Donald (24).

Alt und Jung suchen bei eher unbeständigem Wetter die Herausforderung auf grünem Rasen. "Cool ist es, mit den Kleinen zusammen zu spielen", so Benjamin und Donald. Mitmachen kann jeder, der vor dem Start fünf Euro Gebühr gezahlt hat. Alles dreht sich darum, mit sechs gezielten Würfen die fünf Hölzer, die so genannten Kubbs, des Gegners zu treffen. Fünf mal acht Meter groß war das Spielfeld, auf dem es den König zu verteidigen gilt.

"Bei uns geht es um Spaß, Ruhm, Ehre und den Wanderpokal", sagt dazu Ulrich Petroff, der mit einem Team an Helfern die jeweiligen Auswertungen über den gesamten Sonntag übernommen hat. Das Team "Fehleinkäufe 2.0" mit Pascal Stammen (29) und Jens Nepicks (28) hatte sich im vorigen Jahr den Pokal gesichert, den sie bei der Zweitauflage des Turniers verteidigen wollen.

Konzentration ist Voraussetzung und das gewisse Quäntchen Glück. "Das kann jeder, aber manchmal entscheidet auch der pure Zufall", sagen die Alpener Cup-Verteidiger. Auf dem Sportplatz macht für das nordische Holzwurfspiel der Begriff Wikinger-Schach die Runde. "Uns erinnert das Wurfspiel ein bisschen an das französische Boule-Spiel", so Pascal und Jens. Ihr Teamname "Fehleinkäufe 2.0" dient als gutes Omen. "Wir haben im vorigen Jahr den Namen gewählt, weil wir vor Jahren mal unter diesem Namen bei einem Hobbyfußball-Turnier gewonnen haben. Der Name ist uns in guter Erinnerung", erzählen sie.

Ähnlich klangvoll sind auch die anderen Namen wie "Törö-Kids" oder "Ritter der Pokerrunde". Gute Laune hat auf dem Turnierplatz Vorfahrt, wie auch Brigitte und Manfred Petroff meinen. Unter dem Namen "Alte Essener" kämpfen sich die beiden durch den Nachmittag. "Uns gefällt, dass auf dem Platz Familien, Freunde, einfach Jung und Alt, miteinander spielen. Wir machen das erste Mal mit."

Von gelegentlichen kleinen Schauern lassen sich die Teilnehmer überhaupt nicht beeindrucken. Als das Treiben am frühen Abend auf Ende zugeht, formieren sich die Siegermannschaften. Den Wanderpokal, vom Ortsvorsteher Edgar Giesen bei der Premiere gestiftet, nehmen die "Ritter der Pokerrunde" mit Jonas Grubert und Gerion Wiesemann mit nach Hause. "Fehleinkäufe 2.0" sichern sich den zweiten Platz und werden im nächsten Jahr wieder antreten. Den dritten Platz holt die Mannschaft Tic, Tric und Track mit Bastian Foth, Julia Foth und Julian Poster. www.kubb-deutschland.de

Quelle: RP
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