| 18.42 Uhr

Unsere Woche
Wir lieben den Niederrhein!

Xanten. Es weihnachtet sehr - nicht nur durch unseren multimedialen Adventskalender. In Xanten kommt in diesen Tagen der Weihnachtsmarkt so richtig in Fahrt und Amazon hat zur Hauptsaison 1500 bis 1600 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Klingt alles spitze, wären da nicht die unliebsamen Streiks und der Ärger mit der Post - ein Wochenrückblick.

Haben Sie gestern das erste Türchen Ihres Adventskalenders geöffnet? Wir schon. Mit Freude haben wir "Veni, Veni, Emmanuel" des Sonsbecker Chores Barbershop Blend gehört. Heute folgt Chor Nummer 2.facebook.com/rpxantenrheinberg" target="_blank" rel="nofollow">www.facebook.com/rpxantenrheinberg klicken und das Video mit dem Adventslied des Emmericher Chores "happy sound 68" hören. Das ist Heimat pur.

Ja, mit der neuen Chorserie in Form eines multimedialen Adventskalenders bekennen wir uns einmal mehr zum Niederrhein. Mehr noch: Wir lieben den Niederrhein! Das machte auch RP-Fotochef Andreas Krebs deutlich, als er in dieser Woche seinen neuen Niederrhein-Kalender vorstellte. Sein Drohnenfoto von der Xantener Südsee hätte auch in einem Katalog für Sommerreisen 2018 stehen können. Strahlend blaues Wasser, Sandstrand, saftiges Grün. Seine Fotos zeigen einmal mehr, wie schön unsere Heimat eigentlich ist. Wenn ich da an Xanten denke, fallen mir gleich drei, vier weitere wunderbare Fotomotive ein - der Dom, der Archäologische Park, die Bislicher Insel und natürlich die historische Innenstadt. Die bietet in diesen Tagen übrigens eine hübsche Kulisse für den Xantener Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Darauf kann die Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xanten (IGX) zurecht stolz sein.

Apropos Gewerbe: Bestimmendes Thema in dieser Woche war Weihnachten - und damit auch das beginnende Weihnachtsgeschäft. Xanten lud gestern Abend zum Late-Night-Shopping ein, Amazon stellte am Dienstag seine aktuelle Zahlen vor. Dabei war der amerikanische Online-Händler bemüht, sich möglichst Mitarbeiter-freundlich darzustellen. Nach eigenen Angaben verdiene ein Amazon-Mitarbeiter nach zwei Jahren umgerechnet 13,36 Euro brutto die Stunde. Inklusive aller Nebenleistungen komme ein Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt nach 24 Monaten auf 2681 Euro brutto monatlich. Dass vor einer Woche knapp 500 von insgesamt 1500 festangestellten Mitarbeitern gestreikt haben, kommentieren die Verantwortlichen so: "In den Arbeitsabläufen haben wir das fast gar nicht gemerkt. Im Gegenteil, an solchen Tagen arbeiten die Mitarbeiter, die nicht unentschuldigt fehlen, fast effizienter." Das ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen. Das ist nicht unsere Art.

Dennoch bleibt festzuhalten: Amazon gehört zu den größten Arbeitgebern der Region und fast jeder von uns hat schon einmal beim Versandhändler bestellt. Wie so etwas abläuft, dieser Frage haben wir uns einmal gestellt. Entstanden ist ein wunderbares Video, das den Weg eines Stofftieres zeigt. Vom Bestellklick am Computer bis zum Paket des Briefträgers.

Und da wären wir auch schon beim zweiten großen Thema der Woche: die Post. Ein Leser beklagte sich über die Zustellung in Alpen. Rund 60 Trauerbriefe waren zuerst verschwunden und tauchten dann zum Teil wieder auf. Eine Erklärung gab es von der Post nicht. Gut, dass sich jetzt auch die beiden SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider und Ibrahim Yetim für die Bürger einsetzen. Sie bitten die Bundesnetzagentur um Prüfung, ob die Deutsche Post grundsätzlich ihrem gesetzlichen Auftrag nachkomme, zuverlässig und regelmäßig die Post auszuliefern.

Da muss ich im Übrigen an eine Freundin denken. Sie wohnt in einem kleinen Dorf nahe Uedem und erzählte mir jüngst, dass montags nie die Post kommt. Eigentlich nicht schlimm. Im Falle von Trauerbriefen aber vielleicht schon. Auch das ist typisch Niederrhein.

In diesem Sinne: Schönen ersten Advent.

Ihre Meinung? Schreiben Sie: julia.loercks@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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