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Sonsbeck
Wo die Integration ein Kinderspiel ist

Sonsbeck: Wo die Integration ein Kinderspiel ist
Die Flüchtlingskinder spielen mit ihren deutschen Freuden draußen im Sand: Awo-Kindergartenleiterin Sabine Grandits freut sich, dass sich (von links) Rigezsa und Nadia aus Albanien sowie Diana aus Syrien mit Elmedina und Mia so gut verstehen. FOTO: Armin Fischer
Sonsbeck. Sieben Flüchtlingskinder besuchen den Awo-Kindergarten in Sonsbeck. Kinder überwinden Sprachbarrieren mit Unbefangenheit. Bewegungsangebote helfen, das sich die Kinder in ihrer neuen Umgebung sichtlich wohlfühlen. Von Heinz Kühnen

Im Familienzentrum der Arbeiterwohlfahrt beginnt die Integration der Flüchtlinge im Kita-Alltag: Zurzeit besuchen sieben Flüchtlingskinder die Kindertagesstätte der Awo. "Seit Oktober sind kontinuierlich Kinder aufgenommen worden", erklärt die Leiterin der Einrichtung, Sabine Grandits. Die Kinder und ihre Familien kommen aus dem Iran, aus Afghanistan, Syrien, Albanien und der Mongolei. Unabhängig davon, ob in den Herkunftsländern Krieg herrscht oder nicht, sie alle haben eine beschwerliche Reise auf sich genommen, um hierher zu kommen, betont die Leiterin der Kindertagesstätte.

"Die Kinder kommen regelmäßig und haben sich gut eingelebt", Kindergartenleiterin Sabine Grandits weiter. Die Kleinen seien von den Sonsbecker Kindern freundlich aufgenommen worden. Manche von ihnen kannten einen "Kindergarten" bislang überhaupt noch nicht. Grandits: "Sie erleben ihre Zeit hier noch intensiver als andere Kinder."

Auch wenn es sprachlich manchmal nicht einfach ist - die Kinder finden untereinander ganz viele eigene Wege, sich auch mit Händen und Füßen zu verständigen. Um die Flüchtlingskinder noch mehr einzubinden, legt das Kindergarten-Team Wert darauf, dass sie an Sport- und Bewegungsangeboten am Nachmittag teilnehmen. In Kooperation mit den Turnfreunden Sonsbeck wird der Bewegungsraum von Kindern aus dem gesamten Stadtteil genutzt. Übungsleiterin Annette Thomas bietet in dem Raum jeden Montagnachmittag Sport für drei Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten und Altersklassen an. Die Sportangebote finden großen Zulauf.

In der Gruppe von 15 bis 16 Uhr finden sich nun auch drei Flüchtlingskinder - zwei Mädchen aus der Awo-Kindertagesstätte und ein Junge von außerhalb. Mit Unterstützung des Sportbundes wurden die Sportgeräte um eine Sprossenwand erweitert, die in der Bewegungsstunde mit anderen Sportgeräten zur Rollenrutschbahn oder zu einer Walze kombiniert wird. "Wir wissen nicht, wie die Flüchtlingspolitik weitergeht. Aber wir möchten den Kindern und ihren Familien für die Zeit, die sie hier sind, ein Gefühl der Freude und Sicherheit vermitteln", sagt Übungsleiterin Annette Thomas. "Sie kommen jeden Tag und bewegen sich im Haus, als wären sie schon immer hier gewesen." Allein das zeige, "dass wir alles richtig gemacht haben", betont sie.

Adresse Awo-Familienzentrum / Kindertagesstätte, Copray 30, 47665 Sonsbeck, Tel. 02838 2886, E-Mail an kita.copray@awo-kv-wesel.de

Quelle: RP
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