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Xanten
Xanten bekommt eine neue Konzertreihe

Xanten. Mit "Engelbert Humperdinck und seine Schüler" startet das neue Angebot im Herbst. Der Komponist lebte lange in der Domstadt. Von Peter Kummer

Das kulturelle Angebot der Stadt wird ab Frühherbst um eine neue Konzertreihe ergänzt. Und dies mit einem Paukenschlag, denn die Eröffnungsveranstaltung findet kurz hintereinander in voraussichtlich vier Städten und Gemeinden statt. Es handelt sich um Konzerte in den Humperdinck-Städten Siegburg, Xanten, Boppard und Marienberghausen.

In allen vier Kommunen hat der romantische Komponist des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts gelebt und gewirkt. Unter dem Titel "Engelbert Humperdinck und seine Schüler" sind dann Werke des Rheinländers und seiner Eleven zu hören. Darunter befindet sich auch die Uraufführung von Variationen für ein Streichquartett, das der Sohn des großen Opernschaffenden Richard Wagner, Siegfried Wagner, komponiert hat.

Die Idee für diese Reihe sei während seiner Recherche zur 230-jährigen Geschichte des Hotels van Bebber entstanden, sagt Buchautor Tim Michalak, der die neue Musikreihe mit initiiert hat. Sie soll eine feste Größe im kulturellen Veranstaltungskalender der Stadt Xanten werden. "Dabei möchten wir auch jungen Künstlern ein Forum bieten, etwa von der Dommusikschule", betont er. Doch zur Eröffnung wurden mit Bettina Hanschel-Lüdemann, Mona Kern-Schürmann (Violine), Marina Fichtler (Viola), Ji-Eun Noh (Violoncello) und Christian Ubber (Klavier) vier Profis engagiert.

Engelbert Humperdinck, der unter anderem mit seiner Oper "Hänsel und Gretel" Musikgeschichte geschrieben hat, hat lange in Xanten gelebt und war auch später immer wieder in die Stadt zurückgekehrt. Vor allem die Natur zum Beispiel in der Hees und am Latzenbusch hatte ihn musikalisch inspiriert. Im Hotel van Bebber hat er oft bei einem Wein mit anderen musiziert, hier wurde das erste Xantener Orchester, die Opelsche Kapelle, gegründet. "Diese Tradition wollen wir wiederbeleben und populäre Musik für kleines Geld bieten", sagt der Historiker.

Die Kartenpreise von vermutlich zehn Euro für die anno-Konzerte seien dank der Unterstützung von Sponsoren möglich. Zusätzliche Spenden der Besucher nach dem Konzert sind für die Arbeit der Dommusikschule bestimmt. Für dieses Konzert arbeiten die Humperdinck-Gesellschaften in den vier Kommunen und die Wagner-Gesellschaft eng zusammen. In den späteren Veranstaltungen sollen bekannte Stücke wie das Forellenquintett von Schubert gespielt werden.

Quelle: RP
 
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