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Xanten
Xanten feiert Partnerschaft mit Salisbury

Xanten: Xanten feiert Partnerschaft mit Salisbury
2010 übergab Thomas Peinemann das Schild der Salisburystraße an Chris Hewitt (li.). Er ist Chairman der Salisbury Xanten Twinning Association. Kevin Cardy und Eberhard Ritter begründeten die Freundschaft der beiden Städte. FOTO: Salisbury circle
Xanten. Seit zehn Jahren sind die Städte offiziell befreundet. Jubiläumsprogramm beginnt am Dienstag. Straße wird eingeweiht. Von Dirk Möwius

Ein wenig war auch unsere Redaktion Geburtshelfer für eine lebendige Städtepartnerschaft: "Nach Geel und Saintes auch Salisbury? Die Grünen in Xanten machen sich für eine Städtepartnerschaft mit Salisbury stark - und fanden praktisch einhellige Unterstützung bei den Ratsmitgliedern. Wer Interesse hat, mitzumachen, kann sich an Eberhard Ritter wenden", hieß es im November 2004 im Lokalteil. Eberhard Ritter war zuvor privat in Salisbury gewesen. Er war begeistert von der Stadt und den Menschen und stellte fest, dass es noch keine Verbindung zu einer deutschen Kommune gab. Also ergriff er die Initiative. Dazu kam, dass Xantens französische Partnerstadt Saintes schon lange mit Salisbury verbandelt war.

Die Idee eines "Drei-Städte-Bunds" ("Triple-town-ship", "Jumelage a droite") war geboren und fand schnell einige Mitstreiter. Am 23. April 2006 wurde die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt. Zur Zeremonie waren damals nicht nur 45 Xantener in die englische Stadt gereist. Auch ein Vertreter der deutschen Botschaft aus London und ein Gesandter der englischen Königin waren dabei. Mit einer Festwoche, deren Höhepunkt die Einweihung der Salisburystraße im Lüttinger Feld ist, wird das Jubiläum nun ab Dienstag, 5. April, gebührend gefeiert.

"Für eine lebendige Partnerschaft ist entscheidend, dass sie in erster Linie nicht von den Städten, also von Politik und Verwaltung, sondern vor allem von den Menschen gelebt und getragen wird", ist Thomas Peinemann überzeugt. Er hat zwischenzeitlich die Leitung des Salisbury Circle im Städtepartnerschaftsverein Xanten von Ritter übernommen und weiß zu berichten, dass viele private Freundschaften zwischen Niederrheinern und den Menschen aus Südengland bestehen. Besonders dazu beigetragen haben die organisierten Reisen, die Menschen aus beiden Städten privat zusammenbringen. Auch die für Ende Mai anstehende nächste Fahrt nach Salisbury ist ausgebucht, gut 50 Xantener werden sich auf den Weg machen. Was aus seiner Sicht intensiver sein könnte, sei der Austausch zwischen den Schulen und vor allem den Vereinen. Die Schulen in Salisbury hatten jedoch schon vor Beginn des Kontakts zu Xanten Beziehungen zu deutschen Schulen, so dass es einen echten Austausch nur zwischen dem Stiftsgymnasium und einem Mädchen-Internat in der Partnerstadt gibt. Die Real- beziehungsweise Gesamtschule führt zudem regelmäßig Reisen Richtung Salisbury durch. Vereinskontakte wie zunächst im Bereich Badminton und Bogenschießen sind dagegen eingeschlafen.

Der Salisbury Circle ist mit über 200 Interessierten dagegen gut aufgestellt. Deshalb rechnet Peinemann auch mit guter Beteiligung an den Veranstaltungen der Jubiläumswoche. Der Salisbury Cathedral Choir, der am Samstag, 9. April, im Dom auftritt, hat sogar das Programm seiner Konzertreise geändert und verzichtet auf den Stadtbummel in Köln, um bei der Einweihung der Salisburystraße dabei zu sein.

Einige Mitstreiter der ersten Stunde werden auch nach Xanten kommen, so der frühere Major Kevin Cardy, der als Ratsmitglied die Städtepartnerschaft vorangetrieben hat. Und Ritters Idee vom "Drei-Städte-Bund" hat funktioniert. Auch aus der französischen Partnerstadt Saintes reisen Offizielle zum Salisbury/Xanten-Jubiläum an.

Quelle: RP
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