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Xanten
Xanten lockt immer mehr Touristen an

Xanten: Xanten lockt immer mehr Touristen an
Ein Anziehungspunkt für die weite Umgebung: die Freizeitangebote auf den Seen. FOTO: FZX
Xanten. Die Marketingpolitik der Tourist Information schlägt sich in den steigenden Übernachtungszahlen wieder. Auch die Freizeitangebote ziehen Menschen an. In den Wintermonaten könnte im Hotelbereich noch mehr geschehen. Von Peter Kummer

Klinkenputzen macht sich bezahlt. Sabine van der List ist mit ihrem Team von der Tourist Information (TIX) fleißig unterwegs, um auf mittelgroßen Veranstaltungen für den Urlaubsort Xanten zu werben. Die ganz großen Touri-Messen seien sehr teuer, sagt sie. Aber sei es beim Hafenfest in Duisburg, beim NRW-Fest 2016 oder wie jetzt beim Paderborner Fahrradtag - die Botschafter aus der Domstadt sind immer mit von der Partie. "Im Mai zum Beispiel waren wir fast jedes Wochenende unterwegs", sagt die TIX-Leiterin.

Diese Marketingpolitik schlägt sich in den Übernachtungszahlen nieder. Xanten verzeichnete in den vergangenen fünf Jahren ein stetiges Plus, und auch für Januar - März 2017 stehen die Zeichen auf Grün. Über 17 Prozent Plus verzeichnete die TIX seit 2012 aus den meldepflichtigen Übernachtungsangeboten. Das sind Betriebe mit mindestens zehn Betten: Ferienwohnungen beziehungsweise -häuser, fünf Hotels, die Jugendherberge, zwei Campingplätze und der Abstellplatz für Wohnmobile. Rund 1000 Betten bietet Xanten seinen Übernachtungsgästen an, etwa 2/3 Drittel sind meldepflichtig. "Ein Hotel fehlt in den Angaben des Landesamts für Statistik", erläutert Sabine van der List. Um welches es sich genau handelt, kann sie aber nicht sagen. Das Landesamt schweigt sich aus Datenschutzgründen darüber aus, welche Hotels in ihre Statistik einfließen.

FOTO: Ostermann Olaf

"Die Menschen tendieren immer mehr zu kürzeren Reisen, und immer mehr entdecken die Schönheiten Deutschlands", mutmaßt Sabine van der List. Die politische Unsicherheit in einigen Ländern mag diese Entwicklung mit beeinflusst haben.

Die Zahl der Gäste hat in Xanten zwar zugenommen, aber die Übernachtungsdauer bliebt unverändert. Sie pendelt nach wie vor durchschnittlich zwischen 1,9 und 2,1 Nächten. Die TIX-Chefin: "Ich hätte schon gerne eine etwas längere Aufenthaltsdauer." Trotzdem stimmen die knapp 140.000 Übernachtungen in 2016 -vier Jahre zuvor waren es noch knapp 16.000 weniger - sie weiter optimistisch. "Xanten und der Niederrhein sind eine Urlaubsregion und haben viel zu bieten", betont sie. Das Tourismusgold muss nur geborgen werden. In Gesprächen mit Gästen am TIX-Stand bekommt sie immer wieder zu hören, dass man Xanten von einem früheren Besuch her kenne, etwa bei einem Schulausflug. Dann gilt es, auf die vielen neuen touristischen Angebote aufmerksam zu machen und die inzwischen Erwachsenen zu gewinnen.

Die im ersten Quartal 2017 registrierten 10.000 Gäste bedeutet ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den ausländischen Gästen macht die Zunahme sogar 19 Prozent aus. Dieser Trend kann nach Wunsch von Sabine van der List gerne anhalten. Gegen schlechtes Wetter, das zu einem Rückgang der Gästezahlen führt, kann sie nichts tun; nach den starken Unwettern im vergangenen Juni mit Teilüberschwemmungen zum Beispiel verzeichnete die TIX einen Rückgang.

Aber Potenzial erkennt die Leiterin unter anderem für die touristisch weniger interessanten Wintermonate. Die Hotels würden sich mit Sonderpreisen noch schwer tun, bedauert sie. Außerdem sieht sie das nahe des Ostwalls geplante neue Hotels positiv für die anderen Anbieter. Denn der dortige Wellnessbereich soll allgemein zugänglich sein.

Quelle: RP
 
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