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Xanten
Xanten verstärkt das Personal für die Flüchtlingsbetreuung

Xanten. Die letzten Schüler des Förderzentrums sind umgezogen. Jetzt wird die Schule für die Unterbringung von 100 Menschen umgebaut. Von Heinz Kühnen

Gut 200 Flüchtlinge und Asylbewerber haben in der Stadt Xanten eine Unterkunft. Gestern kamen elf neue hinzu. Von den Betroffenen, die am Sonntag über Ungarn und Österreich einreisten, werde möglicherweise auch einige nach Xanten kommen. "Noch aber", so Bürgermeister Thomas Görtz, "haben wir keine Benachrichtigung aus den Erstaufnahmeeinrichtungen." Fest steht nach den aktuellen Berechnungen: Am Ende des Jahres wird die Zahl der Flüchtlinge, die in Xanten wohnen werden, auf über 300 steigen. Bis zum 1. Oktober, so Görtz, müsse deshalb auf jeden Fall die Unterkunft des auslaufenden Förderzentrums an der Johannes-Janssen-Straße bezugsfertig sein. Die Die Förderschule Xanten-Sonsbeck-Alpen ist inzwischen umgezogen und ab sofort in der Kolpingstraße 3 im Gebäude des Schulzentrums / Hauptschule zu erreichen (neue Telefonnummer 02801 71839).

Die Umbauten haben begonnen. Duschen zum Beispiel müssen eingebaut werden. Tische, Betten und Spinde für gut 100 Personen sind bestellt, so Görtz, der von einem sechsstelligen Betrag ausgeht: "Die Menschen müssen menschenwürdig untergebracht werden." Dazu gehört auch entsprechendes Personal. Die Stadt hat inzwischen eine Stelle für den gebobenen Dienst im Fachbereich Soziales und Beratung ausgeschrieben. Leiter Michael Verhalen und Klemens Aryus seien inzwischen völlig überlastet, sagt Görtz. Leistungsbewilligungen, Buchungen, Unterbringung, Abrechnungen, Statistiken, Hilfen zum Lebensunterhalt, Eingliederungshilfen . . . , die Sachbearbeitung Asyl- und Flüchtlingswesen müsse dringend auf weitere Schultern verteilt werden. Auch einen weiteren Hausmeister will die Stadt für das ehemalige Förderzentrum einstellen. Görtz denkt in diesem Zusammenhang auch an Mitarbeiter mit sozialarbeiterischer Funktion in Kooperation mit einem Sozialverband. Hier ist derzeit bereits Heike Pullich-Stöffken tätig, deren Stelle bei der Diakonie die Stadt finanziert. Für die anderen Einrichtungen ist zudem weiterhin der gebürtige Iraner David Abdolahian als Hausmeister zuständig.

Über weitere Personalverstärkungen wie die Bestellung eines Wachdienstes will der Bürgermeister nicht reden. "Wir sollten erst sehen, wie es läuft. Allerdings sagt er: "Ich glaube nicht, dass Ende der Fahnenstange bereits erreicht ist."

Quelle: RP
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