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Xanten
Xantens Verwaltung: schlank und effektiv

Xanten: Xantens Verwaltung: schlank und effektiv
Die Führungsrunde der Stadtverwaltung Xanten (von links): Niklas Franke, Thomas Görtz, Thomas Rynders, Sandra Bree, Stephan Grundmann, Sabine van der List, Klaus Reintjes, Tobias Fuß, Wolfgang Weyher und Michael Verhalen. Auf dem Bild fehlen Dagmar Thürmer und Helmut Derksen. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Im ersten Jahr seiner Arbeit als Bürgermeister hat Thomas Görtz im Rathaus einiges "umgekrempelt", wie es Thomas Rynders formuliert. Die Bilanz der Führungsrunde fällt positiv aus. Sorgen bereitet das Verhalten von Teilen der Politik. Von Dirk Möwius

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Thomas Görtz Bürgermeister von Xanten. Die Strukturen in der Verwaltung haben sich in dieser Zeit deutlich verändert. Die Rheinische Post war in der Führungsrunde im Rathaus zu Gast und bat die Verantwortlichen der verschiedenen Bereiche um ihre Einschätzung der Veränderungen der Aufgaben und in der Kommunikation.

Fachbereichsleiter Service und Personal: "Die Verwaltung wurde regelrecht einmal umgekrempelt. Wir haben eine schlagkräftige Besetzung und haben auch die demografische Entwicklung im Blick. Es geht darum, rechtzeitig nachzubesetzen und Wissen zu erhalten. Auch die Gesundheitsprävention für die Mitarbeiter spielt eine große Rolle. Wir sind auf einem guten Weg."

Fachbereichsleiterin Bildung, Sport, Kultur und Demografie: "Durch die Änderung der Fachbereichsstruktur ist für mich der Blick auf die Demografie als Querschnittsthema neu dazu gekommen. Das ist sehr spannend. Als wir auch noch für Soziales zuständig waren, war es schon schwierig, die ganzen Informationen zu den unterschiedlichen Themen zu verarbeiten. In diesem Jahr gab es neben vielen positiven Dingen auch sehr schwierige und emotionale Themen wie die Schulschließungen."

Fachbereich Finanzen: "Wir haben den Bereich Liegenschaften an das neue Dezernat von Niklas Franke abgegeben. Sehr interessant ist derzeit der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit."

Geschäftsführerin TIX: "Ich bin neu in dieser Runde. Ich begrüße sehr, dass wir näher an die Verwaltung gerückt sind, denn die Verzahnung ist sehr wichtig. Der Informationsfluss ist so viel ergiebiger."

Geschäftsführer DBX: "Wir sind gut aufgestellt. Unsere Stadt kann sich wirklich sehen lassen. Die Zusammenarbeit ist gut, mit Niklas Franke funktioniert sie auf Augenhöhe."

Fachbereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung: "Natürlich musste man sich an den neuen Verwaltungschef gewöhnen. Es hat aber wunderbar funktioniert. Ziel ist es, den Bürgern maximalen Service zu bieten. Deshalb die Änderung bei den Servicezeiten."

Stabsstelle Bürgerdialog und -beteiligung. "Rund um die Uhr nehmen wir Anregungen, Kritik und Hinweise entgegen. Besonders gut funktioniert auch unsere Facebook-Seite."

Fachbereich Soziales und Beratung: "Die Beratung der Bürger wurde deutlich aufgewertet. Zentrale Aufgabe war in den letzten Monaten, die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen und sie auch zu betreuen. Da sind wir auf einem guten Weg."

Rechnungsprüfung: "Ich finde, es ist vieles besser in unserer Verwaltung geworden, Früher waren wir oft wie Fremdkörper, eher auseinanderdividiert als zusammengefügt. Informationen musste man sich erkämpfen. Nun ist alles offener, keine Geheimniskrämerei mehr. Mich ärgert allerdings, welchen Schwachsinn die Politik in ihren Anträgen den Kollegen zumutet. Das finde ich ganz schlimm, vor allem, wenn es dann auch noch zu persönlichen Angriffen kommt."

Technischer Dezernent: "Die Rückkehr in neuer Funktion war natürlich sehr spannend. Wir arbeiten alle gut und vertrauensvoll zusammen. Früher haben wir eher einzelne Projekte umgesetzt, nun überlegen wir gesamt-strategisch. Die Kommunikation mit den Bürgern verbessert sich. Auch wenn das am Beispiel Marienbaum wegen der Debatte um die Kosten etwas untergeht: Früher haben wir den Bürgern nicht verschiedene Alternativen vorgestellt und sie mit ihnen gemeinsam besprochen."

Bürgermeister: "Es war ein sehr intensives Jahr. Ich danke allen Kollegen, die an den Veränderungen mitgewirkt haben. Ich muss mich auch manchmal belehren lassen, warum nicht jede Idee umsetzbar ist. Allerdings darf auch keine Idee einfach durch den Rost fallen. Es darf aber auch nicht der Eindruck entstehen, die Arbeit der Verwaltung wäre früher schlecht gewesen. Sie ist jetzt nur anders. In Xanten ist schon immer sehr viel bewegt worden. Die Politik sollte nicht vergessen, dass diese Verwaltung ganz schlank aufgestellt ist. 138 Anträge in zwölf Monaten kommen on top auf die normalen Aufgaben. Die Politik sollte da unsere Arbeitsrealität wahrnehmen."

Fachbereich Wirtschaftsförderung, fehlte an diesem Tag in der Runde. Stellvertretend für ihn betonte Thomas Görtz die Erfolge der Wirtschaftsförderung, besonderen beim schon mit Christian Strunk eingestielten Hotelprojekt.

Quelle: RP
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