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Xanten
Zu Weihnachten Kunst verschenken

Xanten: Zu Weihnachten Kunst verschenken
Ralf Bleckmann aus Wesel hatte beim Kunstmarkt tolle Schwarzweiß-Bilder in Rahmen aus Treibholz vom Rheinufer anzubieten. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Im Xantener Rathaus fand der Kunstmarkt bereits zum zehnten Mal statt. Rund 20 Ausstellern machten mit. Von Sabine Hannemann

Im Xantener Rathaus herrschte am Wochenende ein ständiges Kommen und Gehen. Dort, wo sonst Ratsfraktionen die Politik bestimmen, sorgten rund 20 Aussteller mit ihren überwiegend handgefertigten Artikeln für eine stimmungsvolle wie entspannte Atmosphäre. "Wir freuen uns über langjährige Aussteller wie auch neue Anbieter. Zu uns kommt viel Stammkundschaft", sagt Heidi Perc, die gemeinsam mit Hannelore Kanthak diesen Kunstmarkt auf die Beine stellt, in diesem Jahr in der zehnten Ausgabe. "Wichtig ist die Mischung und dass wir auf dem Kunstmarkt von allem etwas anbieten", sagt Hannelore Kanthak.

Bereits ab drei Euro konnten kleine, größtenteils handgefertigte Präsente erstanden werden, die sich vor allem durch Individualität auszeichneten. Mit von der Partie Frau Müller und Herr Esser. Die handgroßen Herrschaften im Saunaoutfit gehören an den Stand der Holzbildhauern Anke Wojtas aus Mönchengladbach, die mit ihren geschnitzten Figuren für manches Schmunzeln und spontan gute Laune sorgte. Die Gäste konnten ihr bei der Arbeit über die Schulter schauen. Manch Plauderei kam so zustande. Ebenso bei Stephanie Ziegler, die erstmals dabei war und zu ihren handgestrickten Mützen und Schals Rede und Antwort stand. Die Aussteller gaben zugleich Trends vor. Viel Liebe zum Detail ließen die Accessoires erkennen, sei es bei Utensilien wie einer genähten Leckerli-Tasche für Hundebesitzer oder aber Perlenschmuck, lederne Kinderschühchen, hölzerne Teigrollen, Leinentischdecken, Porzellan oder den Bildern. Bei Hannelore Kanthak blätterten die Besucher in antiquarischem Buchbestand. "Überwiegend Kunst und Literatur wie auch Bücher zum und über den Niederrhein", sagt Hannelore Kanthak, die sich über den frühen "guten Lauf" freute. Anlocken ließen sich Besucher vom Duft frischer Waffeln im Foyer. Die Schülerinnen vom Stiftgymnasium, Fabienne, Celina, Edisa und Lia, warben mit ihrer Aktion für das Kenia-Schulprojekt. Im nächsten Jahr fahren sie dorthin.

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Zu den neuen Ausstellern gehörten auch Ralf Bleckmann und Wilfried Prangenberg, die Treibhölzer vom Rheinufer einer neuen Bestimmung zugeführt hatten. Nach entsprechenden Maßen zugeschnitten wurde aus dem Treibholz mit Patina ein schmucker Bilderrahmen mit schwarz-weiß Fotografien. "Wir haben zum Teil historische Motive gerahmt und zeigen Orte, die mancher noch von früher kennt", erzählt Fotograf Bleckmann, der zur Gruppe "Blende5" gehört. Hinzu kam ein Fotokartensortiment. Dohle, Schwarzspecht und Co. hatten Bleckmann im heimischen Garten Modell gestanden. Rund ein Jahr hatten die "Newcomer" an den Rahmen, den Bildern mit entsprechendem Passepartout und ihren Ausstellungstischen gearbeitet und allmählich ein Sortiment aufgebaut. Angesprochen wurde von den alten wie neuen Ausstellern immer wieder das fast familiäre Miteinander der Aussteller wie der Organisatoren draußen wie drinnen und erklärt auch den konstanten Zulauf. Perc: "Der Kunstmarkt wird als optimale Ergänzung zum Weihnachtsmarkt gesehen." Regelmäßig wurde auf dem Markt auf die Ausstellung im Rathaus hingewiesen.

Quelle: RP
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