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Xanten
Züge hupen nicht mehr am Bahnübergang Römerstraße

Xanten. Nach der Installation einer Rotlicht-Blinkanlage am Bahnübergang Römerstraße müssen Zugführer hier kein akustisches Signal mehr geben. Das bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Düsseldorf auf Anfrage der RP-Redaktion.

Im Bezirksausschuss war die Frage aufgetaucht, ob Lokführer das Nahen des Zuges trotz des warnenden Rotlichts nicht doch durch Hupen ankündigen müssen. Diese akustische Warnung hatten Anwohner in der Vergangenheit immer wieder als Ruhestörung kritisiert.

Allerdings würde der Einbau des Blinklichts eine andere Straßenführung erforderlich machen, sagte der Bahnsprecher. Unmittelbar vor dem Bahnübergang knickt die Römerstraße an der Einmündung mit der Straße Zur Kaikammer im rechten Winkel ab. Sollte nun die Blinkampel aufgestellt werden, müsste die Römerstraße so umgestaltet werden, dass sie geradeaus auf den Bahnübergang zuläuft.

Nach einigen Unfällen stehen nun verschiedene Varianten für eine Umgestaltung des Bahnübergangs zur Diskussion. Die Stadt hat eine Umlaufschranke wie an der Hucker Straße in Alpen vorgeschlagen, die nur von Fußgängern und Radlern genutzt werden kann.

Autos sollen auf einer neuen Trasse bis zum Übergang Heesweg umgeleitet werden. Eine weitere Möglichkeit, die allerdings sehr teuer ist, wäre der Einbau einer Halbschranke für alle Verkehrsteilnehmer.

Im Ausschuss wurde auch die Frage nach der Verkehrssicherungspflicht der Bahn aufgeworfen. Nach Ansicht der Bahn entspreche der Übergang den rechtlichen Vorgaben. Er sei durch das Andreaskreuz und eine gute Sicht auf die Bahnanlage ausreichend gesichert.

(pek)
 
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