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Herbert Mertens
Zum 25. Mal "Musik im Glashaus"

Xanten. Rheinberg Am Sonntag um 11 Uhr findet vor dem Stadthaus zum 25. Mal die "Musik im Glashaus" mit dem Salon & Swing Orchester Rheinberg und der Sopranistin Stella-Louise Göke statt. Die RP sprach mit Herbert Mertens, Initiator der Reihe und Dirigent des Orchesters.

Wie kamen Sie damals auf die Idee, die Reihe "Musik im Glashaus" ins Leben zu rufen?

Herbert Mertens Der Architekt Gottfried Böhm hatte das Außenfoyer ganz offensichtlich als Veranstaltungsforum in das Gesamtkonzept des Stadthauses eingebunden; dies wurde allerdings vor unserer ersten "Musik im Glashaus" nicht genutzt, was ich schon damals bedauert habe. Erst seitdem findet es im Jahresablauf einige Nutzer wie Chöre, Orchester, Jazzensembles und nicht zuletzt das weihnachtliche Blaskonzert am Heiligen Abend. Die Akustik wird im Allgemeinen als hervorragend bezeichnet. Und die relative Wetterunabhängigkeit hat sich in der langen Zeit unter dem Strich als positiv erwiesen.

25 Glashaus-Konzerte, und immer gab und gibt es Gäste, die das Programm bereichern. Wie und wo finden Sie diese Gäste?

Mertens Die Gäste waren uns immer ganz besonders wichtig, da sie - wie Sie schon ansprachen - stets eine Bereicherung des Programms darstellen. Entweder stammten die Gäste aus dem eigenen musikalischen Horizont vor Ort oder aber durch gute Kontakte einzelner Mitglieder des Orchesters. Die Palette reicht hierbei von Rheinberger Solokünstlern wie Möppi Goebel am Vibrafon bis hin zur Bigband der Universität zu Köln, Chören, Orchestern, Quartetten usw. Allesamt waren sie ganz hervorragende und unterhaltsame Vertreter ihres Faches.

Was dürfen die Besucher diesmal erwarten?

Mertens Natürlich wieder ein unterhaltsames Gesamtprogramm mit vielen Filmtiteln, einer neuen eigenen Sängerin mit ausgeprägter Stimme und einer gut aufgelegten Gastsängerin mit Titeln aus Operette und Musical. All dies verspricht gute und kurzweilige Unterhaltung für zwei Stunden im Rahmen des Stadtfestes in Rheinbergs "guter Stube".

Wie lange wird es die "Musik im Glashaus" noch geben?

Mertens Da müssen Sie das Orakel in Delphi befragen; aber sicherlich nicht noch einmal 25 Jahre; schließlich möchte ich nicht mit 90 Jahren noch da stehen und den Taktstock schwingen. Darüber hinaus führen die Orchestermitglieder selbst allesamt ein sehr intensives Familien- und Berufsleben, was es ihnen zunehmend erschwert, etwa auch regelmäßig an Proben teilzunehmen. Dazu kommt die vielfach lange Anreise. Für dieses Konzert kommen die Musiker etwa aus Hannover, Köln, Essen angereist. Aber das gemeinsame Musizieren bereitet allen nach wie vor große Freude. Und ich bin dafür jedem Einzelnen sehr dankbar. Und nach 25 Jahren kann man uns nicht gerade als "Eintagsfliege" bezeichnen... Ein Orchester mit ähnlich langer Tradition sucht man in der näheren oder ferneren Umgebung wohl recht lange.

UWE PLIEN FÜHRTE DAS INTERVIEW

Quelle: RP
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