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Düsseldorf
Starkregen: Land gibt Bauern im Schnitt 2500 Euro

Düsseldorf. Gut zwei Monate ist es her, dass sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) im niederrheinischen Sonsbeck einen Eindruck von den enormen Schäden verschaffte, die der langanhaltende Starkregen verursacht hatte: Ackerflächen wurden überspült, Erdbeerkulturen vollständig zerstört. Die Hoffnung, dass die Regierungschefin finanzielle Hilfe versprechen würde, erfüllte sich nicht. Zunächst nicht. Nach heftigen Protesten legte das Land jedoch ein Hilfsprogramm in Höhe von zunächst 5,5 Millionen Euro auf. Die Landesregierung sieht nach eigener Aussage derzeit keine Notwendigkeit, die Mittel aufzustocken.

Wie aus einer Antwort von Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf eine Anfrage der CDU-Politikerin Christina Schulze Föcking hervorgeht, sind insgesamt 178 Anträge aus den Kreisen Kleve, Wesel, Borken und dem Rhein-Sieg-Kreis genehmigt worden. Die durchschnittliche Soforthilfe lag demnach bei rund 2500 Euro. Das Geld kommt vor allem landwirtschaftlichen Betrieben in jenen Regionen zugute, die ungewöhnlich stark von den massiven Regenfällen im Mai und Juni betroffen waren. "Außergewöhnlich an der Wetterlage waren die Häufigkeit, in der verschiedene Regionen in NRW betroffen wurden, und die lange Dauer der immer wieder auftretenden Gewitter", sagte Jäger. Umfassende Hilfen für alle vom Starkregen betroffenen Landwirte seien aber "weder sachlich gerechtfertigt noch für das Land darstellbar", betont der Minister.

Privatleute haben dagegen das Nachsehen. Die vom Starkregen verursachten Schäden an ihren Häusern und Grundstücken seien in der Regel größtenteils über die Elementarversicherung abgedeckt. Das Land könne hier nicht als Versicherer einspringen, hieß es. Die CDU hatte damals erneut die Schaffung eines Unwetterfonds für die betroffenen Bewohner gefordert.

(hüw)
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