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Bad Berleburg
Streit um Wisente - Bauern fehlen beim Krisengipfel

Bad Berleburg. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) ist zuversichtlich, dass die im Rothaargebirge ausgewilderten Großrinder nicht wieder eingefangen werden müssen. Das teilte sein Sprecher nach einer Gesprächsrunde zu dem umstrittenen Auswilderungsprojekt im Umweltministerium mit. "Wir haben uns wie alle Beteiligten für die Fortführung stark gemacht", erklärte auch ein Vertreter des Vereins "Wisent Welt Wittgenstein". Von Christian Schwerdtfeger

Zu dem Krisengipfel hatte Remmel zu Beginn der Woche geladen, nachdem das Projekt wegen eines Urteils des Amtsgerichts Schmallenberg zu scheitern droht. Ein Waldbauer hatte wegen Baumschäden geklagt, die durch die Wisente auf seinem Grundstück entstanden sind. Er erwirkte, dass die europäischen Bisons sein Grundstück nicht mehr betreten dürfen. Sowohl er als auch andere Waldbesitzer nahmen an dem Gespräch im Ministerium nicht teil. Nach Informationen unserer Zeitung sollen sie aber weiter auf ihrem Standpunkt beharren.

Ministerium und Trägerverein vereinbarten gestern, einen Fonds einrichten zu wollen, aus dem die durch die zwölfköpfige Wisentherde entstandenen Schäden beglichen werden können. Darüber hinaus will das Umweltministerium, dass alle Baumschäden jährlich aufgelistet werden.

Die Wisente wurden im April 2013 im Rahmen eines europäischen Artenschutzprogrammes erstmals nach ihrer Ausrottung wieder in Deutschland ausgewildert. Sie fühlten sich auf Anhieb heimisch.

Quelle: RP
 
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