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Das Kardinal-Frings-Denkmal

Am 12. August 2000 wurde in Neuss das von der Kardinal-Frings-Gesellschaft errichtete Denkmal von Elmar Hillebrand durch den Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner geweiht. Die Statue steht zwischen der Quirinus-Basilika, der Krämerstraße und dem Freithof und zeigt den Kardinal bei der Segnung einer Kirche, wie er mit dem Bischofsstab ein Alpha und Omega in den Sand zeichnet – als Symbol für Jesus Christus als den Anfang und das Ende der Welt. Die Kohlebriketts zu Füßen des Denkmals erinnern an seine berühmte Silvesterpredigt 1946. Frings wurde mit dem Wort „fringsen“ für „Mundraub begehen“ in der deutschen Sprache verewigt. Der Begriff geht zurück auf seine am 31. Dezember 1946 in der Kirche St. Engelbert in Köln-Riehl gehaltene Silvesterpredigt, in der er mit Bezug auf die Plünderungen von Kohlenzügen und die schlechte Versorgungslage ausführte: „Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der Einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten, nicht erlangen kann.“ Josef Richard Frings wurde in Neuss geboren. Das Abitur legte er 1905 am Königlichen Gymnasium (heute Quirinus-Gymnasium) ab und studierte in vier Städten Katholische Theologie. Von 1942 bis 1969 war er Erzbischof von Köln. 

Sehr eindrucksvolle Skulptur gleich neben dem Quirinus-Münster. Wer sich mit der Skulptur beschäftigt, kann genau erkennen, wie sehr Elmar Hillebrand ins Detail geht. Ihm ist es gelungen, das zu zeigen, was Kardinal Frings geprägt hat. Das Denkmal erinnert zum Beispiel an das "Fringsen", das Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg mehr oder weniger erlaubt hat, in ihrer Not Kohlebriketts zu klauen.

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