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Das Theodor-Schwann-Denkmal

Theodor Schwann war der Sohn des Neusser Goldschmieds und Verlegers Leonard Schwann und seiner Frau Elisabeth. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Schwann besuchte in Neuss das Progymnasium und das Marzellen-Gymnasium in Köln, wo er 1829 Abitur machte. Danach studierte Schwann Medizin in Bonn, Würzburg und Berlin. 1838 wurde er Professor an der Katholischen Universität Löwen, 1848 an der Universität in Lüttich. Bereits im Jahre 1845 erhielt der junge und hochbegabte Wissenschaftler die Copley-Medaille, und 1875 den Orden "Pour le mérite für Wissenschaft und Künste" für seine akademischen Leistungen. Nach ihm sind unter anderem die "Schwannsche Scheide" in Nervenzellen und die "Schwann-Zelle" benannt. 1836 entdeckte er das für die Verdauung notwendige Enzym Pepsin, das er erstmals aus tierischem Gewebe isolierte. Sein Buch "Mikroskopische Untersuchungen über die Übereinstimmung in der Struktur und dem Wachstum der Tiere und Pflanzen" machte  ihn zum Begründer der modernen Gewebelehre. Der Düsseldorfer Bildhauer Joseph Hammerschmidt schuf eine Sitzstatue von Schwann, die heute vor dem Kulturforum Alte Post steht. Das Kunstwerk soll bereits im Jahr 1909 entstanden sein.

Sitzstatue, die das Schaffen den Wissenschaftlers Theodor Schwann würdigt. Das Denkmal passt gut zu seiner Umgebung, Theodor Schwann blickt quasi in die Neusser Innenstadt. Das Werk des Bildhauers Joseph Hammerschmidt zählt zu den bedeutendsten, wenn es um Erinnerungskunst im Rhein-Kreis geht. Nicht nur, weil es ihm von der Form her gelungen ist, sondern weil Schwann als Persönlichkeit vor allem für die Wissenschaft so prägend war.

 
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