| 08.05 Uhr

Köln/Neuss
Tulpensonntag verlief friedlich

Köln/Neuss. Jecken feierten bei den "Schull- un Veedelszöch" in Köln und Düsseldorf.

Zwar nicht regenfrei, aber windtechnisch deutlich gemäßigt verlief der gestrige Tulpensonntag. Gefeiert wurde im gesamten Rheinland. So umfassten die Kölner "Schull- un Veedelszöch" dieses Jahr 8000 Teilnehmer aus 48 Schulen und 57 Vereinen. Sie gelten als die ursprünglichsten Karnevalsumzüge in Köln und sind berühmt für ihre fantasievollen Kostüme. Diese werden in monatelanger Heimarbeit schon seit dem Sommer selbst geschneidert und gebastelt.

Normalerweise ziehen die "Schull- un Veedelszöch" etwa 250.000 Besucher an, aber diesmal waren es aufgrund des schlechten Wetters wohl weniger. Kurz nach Beginn des Zuges fing es heftig an zu regnen. Teilnehmerin Jessi (42), die zum Schutz der Kinder als "Wagenengel" neben einem Karnevalswagen herging, beteuerte gleichwohl: "Es ist wunderbar!" Angesichts der angespannten Sicherheitslage standen am Straßenrand zwar deutlich mehr Polizisten als sonst, sie mussten jedoch nicht eingreifen. Die drei besten Gruppen der "Schull- un Veedelszöch" dürfen im Rosenmontagszug mitgehen.

Auch in Düsseldorf feierten zigtausende Jecken bei den Veedelszöch, die allerdings nicht wie in Köln zu einem Zug zusammengefasst sind, sondern wirklich jeweils durch die Viertel laufen - neun waren es am Samstag und Sonntag. Nicht von schlechten Wetterprognosen beeindrucken ließen sich auch die Karnevalisten in Neuss. Gegen zehn Uhr am Morgen fiel die Entscheidung, den Kappessonntagszug starten zu lassen - am Ende war das Wetter besser als im vergangenen Jahr. Sogar trockenen Fußes kamen die Jecken in Neuss durch. Knapp 100.000 Besucher säumten den Zugweg durch die Innenstadt und ließen die 37 Großwagen sowie mehr als 3000 Teilnehmer vorbeiziehen. Alles verlief friedlich.

Gefeiert wurde auch wieder in Niedersachsen: Beim größten Umzug im Norden in Braunschweig setzten sich die Karnevalisten satirisch mit der Terrordrohung auseinander, die im vergangenen Jahr zur Absage geführt hatte. Ein Styropor-Gespenst mit der Aufschrift "Terror" rollte durch die Innenstadt.

(dpa/RP)
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