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Stolberg
Unbekannte täuschen Notfall vor - Autofahrer ausgeraubt

Stolberg. Mit einem dreisten Trick haben Kriminelle am Montagabend einen Autofahrer in Stolberg bei Aachen ausgeraubt. Der 38-Jährige war mit seinem Wagen unterwegs, als er einen scheinbar verletzten Mann auf der Straße entdeckte. Dieser hockte auf allen Vieren auf der Fahrbahn und erweckte den Anschein, Hilfe zu benötigen.

Als der Fahrer anhielt und ausstieg, um sich über den Mann zu beugen, schlug dieser sofort zu. Ein zweiter Täter kam hinzu und prügelte ebenfalls auf den 38-Jährigen ein. Die unbekannten Angreifer raubten sein Handy und seine Geldbörse und flüchteten anschließend zu Fuß. Eine Polizei-Fahndung verlief zunächst erfolglos.

Ein ähnlicher Fall hatte sich bereits Ende Mai im Rheinland in der Nähe von Bornheim zugetragen. Dort war eine Frau Opfer derselben Masche geworden. Die 43-Jährige schrie damals laut um Hilfe und schlug die Räuber so in die Flucht.

Laut Landeskriminalamt (LKA) steckt jedoch keine neue Masche hinter dem Stolberger Überfall. Eine besondere Häufung solcher Fälle sei jedenfalls nicht bekannt.

Vor allem Fahrern, die nachts alleine unterwegs sind, rät das LKA, nicht aus dem Auto auszusteigen, wenn man die Situation nicht richtig überblicken kann. Die Pflicht sei erfüllt, wenn man den Notruf von Polizei und Rettungsdiensten wähle. Rechtlich sei es zwar möglich, wegen unterlassener Hilfeleistung belangt zu werden, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass es sich um eine Notsituation gehandelt hat, in der man rettende Hilfe verweigerte - solche Verfahren seien aber im Behördenalltag selten.

(heif/dpa)
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