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Düsseldorf
"Unser Land": 140 Leser im Kino

Düsseldorf. Die exklusive Vorstellung des WDR-Films im "Cinema" fand viel Anklang. Von D. Hüwel und J. Isringhaus

Es war ein würdiger und unterhaltsamer Auftakt für die Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag von NRW am 23. August: Gestern Abend sahen 140 Leser exklusiv im Düsseldorfer "Cinema" den WDR-Film "Unser Land". Sie hatten die Karten bei einer Verlosung unserer Redaktion gewonnen. RP-Chefredakteur Michael Bröcker kündigte den Film als "Zeitreise in die Vergangenheit" an. Das Werk von Regisseur Jobst Knigge und Produzent Leopold Hoesch ist ein 90-minütiger Zusammenschnitt der sechsteiligen Doku-Reihe "Unser Land", die ab 19. August (20.15 Uhr) im WDR zu sehen ist. Die 45 Minuten langen Folgen laufen jeweils freitags.

Kinofilm wie die einzelnen Teile der Dokumentation bedienten sich vor allem im umfangreichen Archiv des Westdeutschen Rundfunks. Zu sehen sind historische Aufnahmen beispielsweise vom Wiederaufbau der Hohenzollernbrücke in den späten 40ern und frühen 50ern oder vom Dreischeibenhaus in Düsseldorf, das in den 60ern als das modernste Hochhaus in Europa galt. Dazugestellt hat Regisseur Knigge teils spektakuläre Luftbilder, die wohl auch mit Hilfe von Drohnen gefilmt wurden. Sie zeigen NRW aus einer anderen Perspektive und bringen die Schönheit des Landes zur Geltung. Schauspielerin Annette Frier spricht den Off-Kommentar.

Das Urteil der Zuschauer war gestern durchweg positiv, es gab am Ende viel Beifall. Gisela Goeser aus Düsseldorf fand den Film interessant und informativ. "Da werden Erinnerungen wach", sagte sie. Heinz Eberhard aus Grevenbroich gefiel, dass die Bilder humorvoll unterlegt und gut in Szene gesetzt sind. "Absolut gelungen", bilanzierte Bernd Lichtenhagen aus Düsseldorf.

Thematisch hangeln sich Film und TV-Reihe an den Jahrzehnten entlang. Von den Jahren des Aufbaus in den 50ern über die von Reichtum, Fortschritt und Freizeit geprägten "Swinging Sixties" und die stürmischen Zeiten in den 70ern, als der Strukturwandel nach einer Phase des Aufschwungs auch das Ruhrgebiet erreichte, bis hin zum neuen Jahrtausend, das ein neues NRW erlebt - statt Kohle und Stahl dominieren Kultur und Hightech, etwa rund ums Thema erneuerbare Energien. Mit 70 Jahren ist NRW damit jünger denn je.

Quelle: RP
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