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Münster
Urteil: Mutmaßlicher Salafist wird nicht eingebürgert

Münster. Ein mutmaßlicher Salafist ist mit seiner Klage auf Einbürgerung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gescheitert. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Kläger Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung unterstützt habe, erklärte das Oberverwaltungsgericht (AZ: 19 A 2246/15). Die Stadt Wuppertal hatte die Einbürgerung abgelehnt, weil der Mann mutmaßlich in der salafistischen Szene aktiv sei.

Der in Wuppertal wohnende Israeli ist arabischer Volkszugehöriger muslimischen Glaubens. Das Oberverwaltungsgericht sah es als erwiesen an, dass der Kläger bis zum Jahr 2010 an Veranstaltungen des Vereins "Einladung zum Paradies" mitgewirkt habe, der einen Islam salafistischer Prägung propagiert habe. Der Mann bestreite allerdings, jemals Anhänger des Salafismus gewesen zu sein, erklärte das Gericht.

(epd)
 
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