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Leverkusen
US-Konvoi landet in Lkw-Sperre

Leverkusen. Der Schwertransport nahm nicht die von Straßen NRW genehmigte Route. Von Susanne Genath

Ein Schwertransporter der US-Armee hat sich in einer der vier Lkw-Sperren vor der maroden Leverkusener A 1-Rheinbrücke festgefahren. Mit vereinten Kräften konnten ein Soldat und ein Mitarbeiter der Schrankenfirma, der die Anlage vor Ort überwacht, das Fahrzeug befreien: Sie schoben ein Stahlwandstück der Sperranlage einfach beiseite. "Die Anlage wurde dadurch nicht beschädigt", teilte ein Polizeisprecher gestern mit. Die Beamten selbst trafen in der Sperre im Autobahnkreuz Leverkusen-West erst ein, nachdem die Arbeit getan und einer der beiden Tieflader schon weggefahren war.

"Es handelte sich um einen genehmigten Schwertransporter", berichtet ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Die Tieflader, die Panzer transportieren können, hätten Überbreite. "Die Fahrer haben allerdings nicht die von uns vorgeschriebene Route genommen." Straßen NRW lege die Strecke für genehmigungspflichtige Schwertransporte fest. "Wir schicken sie natürlich nicht über die Leverkusener Rheinbrücke, die schon seit Jahren für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrt ist."

Warum die amerikanischen Soldaten dennoch vor der Sperre landeten, ob sie sich verfahren oder die vorgegebene Strecke bewusst ignoriert hatten, war weder dem Landesbetrieb noch der Polizei bekannt. Die amerikanischen Streitkräfte in Wiesbaden konnten zu dem Vorfall gestern noch keine Angaben machen.

Die Soldaten erwartet nun ein Bußgeld. Nach einem Erlass des Innenministeriums können auch Angehörige ausländischer Streitkräfte für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung belangt werden.

An eine Änderung der von vielen Autofahrern kritisierten Beschilderung vor der maroden A 1-Brücke denkt Straßen NRW jedoch weiterhin nicht. Auch nicht an ein Zeichen mit einem durchgestrichenen Lkw. Bislang wird die Sperre mit einem rot umrandeten Pkw und dem Zusatz "3,5 t" angezeigt. Die Schilder entsprächen der deutschen Straßenverkehrsordnung, sagt der Straßen-NRW-Sprecher. "Wer die nicht kennt, dem können wir auch nicht helfen."

Quelle: RP
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