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Verein stellt Publikation über Thomas Mann vor

Als sich vor zwei Jahren die Thomas-Mann-Gesellschaft Düsseldorf gründete, zählte sie nicht mehr als acht zuversichtliche Mitglieder. Die Vereinsgründer – erstaunlicherweise im Durchschnitt 30 Jahre jung – setzten sich klare und ehrgeizige Ziele: die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk des Autors durch Vorträge, Lesungen und Themenforen, aber auch die Öffnung zur normalen Thomas-Mann-Leserschaft und deren Verzahnung mit der Forschung. Von Regine Müller

Als Sitz der Gesellschaft wählte man mit Bedacht die bedeutende Thomas-Mann-Sammlung Dr. Hans-Otto Mayer, die in der Bibliothek der Heinrich-Heine-Universität angesiedelt ist. Inzwischen ist der Verein auf 70 Mitglieder angewachsen und freut sich, dass er in jeder Hinsicht erfolgreich ist.

Im Goethe-Museum wurde nun die erste Publikation vorgestellt, die der Verein herausgegeben hat. Der erste Band der auf Fortsetzung angelegten Reihe "Düsseldorfer Beiträge zur Thomas-Mann-Forschung" enthält auf 280 Seiten neun Beiträge, die innerhalb der Vortragsveranstaltungen des Vereins entstanden sind. Unter den Autorennamen finden sich renommierte Forscher wie Hans Rudolf Vaget, aber auch etliche Nachwuchswissenschaftler. Ein Misch-Prinzip, das ausdrücklich beabsichtigt ist und sich durch die gesamte Arbeit des Vereins zieht.

Die Themen sind weit gefasst und reichen von Thomas Manns Begegnung mit Franklin D. Roosevelt bis zu Betrachtungen über "Wiederholte Spiegelungen in Thomas Manns Zauberberg". Längst ist der Düsseldorfer Verein eine feste Größe in der internationalen Thomas- Mann-Forschung. Volkmar Hansen, Leiter des Goethe-Museums und einer der Autoren des Bandes, stellt fest: "Die Düsseldorfer Thomas-Mann-Gesellschaft hat in einem sehr kurzen Zeitraum eine hohe Reputation erworben." Die werde durch das "Vorzeigestück" des Forschungsbands noch untermauert und bekräftigt.

Das leuchtend blau eingebundene Buch, das im akademischen Wellem-Verlag Düsseldorf erschienen ist, wurde finanziell ermöglicht durch Vereinsmittel, Spenden und durch eine Förderung der Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post. Esther Betz, Vorsitzende der Stiftung und Mitherausgeberin der Rheinischen Post, ist optimistisch: "Ich bin davon überzeugt, dass sich nun weitere Förderer für das ambitionierte Projekt finden werden." Band zwei ist selbstverständlich schon in Planung.

Quelle: RP
 
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