Reste einer Handgranate gefunden: 27 Verletzte bei Explosion in österreichischer Diskothek
zuletzt aktualisiert: 27.07.2002 - 17:30Linz (rpo). In einer Diskothek in der österreichischen Stadt Linz ist es in der Nacht zum Samstag zu einer schweren Detonation gekommen. Bei der Explosion wurden 27 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.
Einen gezielten Angriff wollte die Polizei nicht ausschließen. Die Lage der Granatenreste lasse den Schluss auf mögliches vorsätzliches Handeln zu, erklärte ein Sprecher nach Berichten der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Ein Motiv sei aber nicht erkennbar.
"Es gab einen Blitz auf der Tanzfläche, dann eine fürchterliche Explosion", sagte Polizeisprecher Michael Tischlinger. Die Granate im "X-Large" detonierte gegen 03.20 Uhr. Der Bügel der Handgranate sei aber auf einem erhöhten Podest gefunden worden, berichtete APA.
Zwei der Jugendlichen wurden nach Angaben der Polizei schwer verletzt. Einer der behandelnden Ärzte sagte dem österreichischen Rundfunk, bei einigen Opfern hätten sich die Splitter bis in die Knochen und inneren Organ gebohrt. Die anderen konnten am Nachmittag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sprengstoffexperten wurden an den Explosionsort gerufen, um bei der Aufklärung des Hergangs zu helfen.
Zum Zeitpunkt der Explosion sollen sich rund 50 Personen in der Diskothek in einer ehemaligen Fabrikhalle aufgehalten haben, die meist von serbischen und kroatischen Jugendlichen frequentiert wird. Teile der Beleuchtung stürzten nach der Detonation zu Boden.
Sprengkörper wie der am Tatort sichergestellte würden in der modernen Kriegsführung eingesetzt, erklärte ein Experte des Innenministeriums laut APA. Sie seien aber auf dem Schwarzmarkt auch Privatpersonen zugänglich. Die Granate sei mit 2.500 drei Millimeter großen Stahlkugeln gefüllt gewesen.
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