Großer Andrang bei Auktion in Hamburg: 400 Andenken an Inge Meysel versteigert
zuletzt aktualisiert: 23.10.2004 - 19:27Hamburg (rpo). Großer Andrang hat am Samstag bei der Versteigerung des Nachlasses von Inge Meysel in Hamburg geherrscht: Rund 500 Interessenten waren gekommen. Rund 400 Stücke aus dem Privatbesitz der verstorbenen Schauspielerin wechselten im Auktionshaus Schopmann den Besitzer. Viele Fans waren von weit her angereist, um ein Andenken an Inge Meysel zu ersteigern.
Das Angebot reicht von Möbeln, Schmuck und Dekorationsstücken bis zu Kleidern und Drehbüchern. Zu den Highlights der Auktion zählten ein Leopardenmantel, den Meysel bei der Bambi-Verleihung 1971 trug, und ein Sekretär aus dem 18. Jahrhundert. Auch sehr persönliche Gegenstände wie Theatertexte und das Manuskript ihre letzten Films "Polizeiruf 110 - Mein letzter Wille" aus dem Jahr 2003 kamen unter den Hammer. Die Buch-Attrappe mit einer versteckten Schachtel, in der Inge Meysel jahrelang eine Selbstmord-Kapsel aufbewahrt haben soll, erbrachte 300 Euro.
Zahlreiche Bieter zeigten Interesse an einem Paket mit Meysels privater Korrespondenz, Notizbücher und ihrer Schreibmaschine, das für 3.000 Euro an einen Hamburger Käufer ging. Die Goldene Kamera ihres Mannes, Regisseur John Olden, wurde für 2.000 Euro versteigert, und Meysels persönlicher Schreibsekretär fand für 1.000 Euro einen Käufer. Neben den Besuchern vor Ort beteiligten sich auch zahlreiche Sammler und Antiquitätenhändler per Telefongebot an der Auktion.
Die Erbin, Meysels Nichte und Adoptivtochter Christiane Pollard-Meysel, behielt aus dem Nachlass eine Armbanduhr und eine Engelsfigur. Sie habe zwiespältige Gefühle, sagte sie dem ARD-Magazin "Brisant". Einerseits sei die Versteigerung ein trauriges Ereignis, andererseits freue sich sich, damit den Wunsch von Inge Meysel erfüllen zu können. Inge Meysel war am 10. Juli in ihrer Villa in der Nähe Hamburgs gestorben.
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