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Schwere Verbrennungen
Offenbar 45 Verletzte durch Thermomix in Australien

45 Verletzte durch Thermomix in Australien
Der Küchenautomat kann wiegen, kochen, mixen, mahlen und vieles mehr. FOTO: dpa, ve fpt
Marrickville. Eine australische Verbraucherorganisation warnt vor Gefahren durch den Thermomix. 45 Menschen sollen Verletzungen durch das Küchengerät erlitten haben. 

Die Bilder auf der Internetseite der Verbraucherorganisation Choice sind erschreckend: Schwere Verbrennungen, Brandblasen und Verbände an Unterarmen und Händen sind zu sehen. Diese sollen sich Thermomix-Besitzer bei der Benutzung des Küchenautomaten zugezogen haben.  

Detailliert berichten die Verbraucherschützer von Gefahren, die von dem Modell TM31 ausgehen sollen. 87 Beschwerden von Nutzern sind laut Choice eingegangen, davon hatten sich 45 Menschen verletzt. 18 benötigten medizinische Versorgung, acht Menschen wurden im Krankenhaus behandelt.

Einige der Verletzten hätten eine Rückerstattung erhalten. Andere wurden nach eigenen Angaben gezwungen, einen Geheimhaltungsvertrag zu unterschreiben, berichtet die Verbraucherorganisation. 

Bei einem vorherigen Küchenmaschinen-Test von Choice hatte der Thermomix TM31 noch den zweiten Platz belegt, übertroffen werden konnte er nur vom Thermomix TM5. Doch beide Modelle scheinen der Organisation zufolge ein Sicherheitsproblem beim Vermischen von heißen Flüssigkeiten bei hoher Mixgeschwindigkeit zu haben.

Problem mit der Dichtung

Das Problem soll ein Dichtungsring sein, der regelmäßig ausgetauscht werden muss. Choice behauptet, der Hersteller habe von den Schwierigkeiten gewusst. 

In einer Stellungnahme habe sich "Thermomix Australia" nicht zu den einzelnen Vorfällen geäußert, berichtet Choice. Grundsätzlich werde aber "die Sicherheit, das Wohlergehen und die Unterstützung unserer Kunden immer unsere höchste Priorität sein", hieß es seitens der Firma. 

(tak)
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