Stöße lösten viele Erdrutsche aus: 50.000 Obdachlose bei Erdbeben in China
zuletzt aktualisiert: 13.04.2001 - 12:56Peking (rpo). Ein Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richter-Skala hat den Südwesten Chinas erschüttert. Dabei sind 159 Menschen verletzt worden, eins Mensch ist gestorben. Über 50.000 Menschen sind obdachlos geworden.
Die Erdbebenopfer bauten behelfsmäßige Zelte, in denen sie übernachteten. "Viele Häuser wurden zerstört", sagte ein Helfer in Taiping, wo das Epizentrum lag.
Schon seit einer Woche war die bergige Gegend nahe der Grenze zu Burma fast täglich von meist kleineren Erdstößen heimgesucht worden. Doch das Beben am Donnerstagabend war mit 5,9 auf der Richterskala das schlimmste. "Alle unsere Häuser sind beschädigt", sagte ein Behördenmitarbeiter in der 39.000 Einwohner zählenden Gemeinde Youwang. "In 80 Prozent der Häuser kann niemand mehr leben."
Nach einem Erdbeben der Stärke 5,2 am Dienstagabend, das bereits Schäden angerichtet hatte, waren noch Ärzte und Hilfsmannschaften der Volksbefreiungsarmee in der Gegend, die ihren Einsatz jetzt fortsetzten. Das Beben löste viele Erdrutsche aus. Ein Opfer wurde von herabfallenden Felsbrocken erschlagen.
Da die 325.000 Einwohner zählende Region schwer zugänglich ist, wurde das genaue Ausmaß der Katastrophe nur schwer deutlich. Wie viele Tote es genau gegeben hat, konnte niemand sagen, doch schienen es trotz der Zerstörungen nur wenige zu sein. Die Schäden betragen möglicherweise mehr als 100 Millionen Mark.
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